Landrat Dr. Kai Zwicker (li.) und Isselburgs Bürgermeister Michael Carbanje freuen sich darüber, dass die Radwegbeschilderung nach niederländischem Vorbild in Isselburg nun abgeschlossen ist. © Borkener Zeitung
Isselburg

Kreisweit erste Rad-Knotenpunkte nach niederländischem Vorbild beschildert

Isselburgs Bürgermeister Michael Carbanje und Landrat Dr. Kai Zwicker haben am Donnerstag am Anholter Kapellendeich die Beschilderung für das neue Radwege-Knotenpunktsystem vorgestellt.

„Jahrelang haben wir etwas neidisch in die Niederlande geschaut“, bekannte Dr. Kai Zwicker. „Nun bin ich froh, dass es bei uns im Kreis Borken losgeht.“ Zusammen mit Isselburgs Bürgermeister Michael Carbanje hat der Landrat am Donnerstag am Anholter Kapellendeich die Beschilderung für das neue Radwege-Knotenpunktsystem vorgestellt.

Isselburg, wo 14 Knotenpunkte errichtet worden sind, ist kreisweit die erste Kommune, in der die neuen „Knooppunten“-Schilder nach niederländischem Vorbild stehen. Zwicker und Carbanje lobten die gute Zusammenarbeit mit der Tourist-Info und dem städtischen Bauhof. Das Knotenpunktnetz löst das bestehende „Wabennetz“ bei der touristischen Radroutenführung im Münsterland ab. Die rot-weißen Hinweisschilder informieren Radwanderer darüber, wo es für sie auf welcher Route weitergeht. An den Knotenpunkten, die an den Kreuzungspunkten des Knotenpunktnetzes stehen, erfahren Radwanderer auf Übersichtstafeln, wo sie sich befinden, was auf ihrer gewählten Route das nächste Ziel ist und wie weit sie von dort noch entfernt sind.

Beschilderung nach niederländischem Vorbild

Eine Karte informiert über das Radwegenetz in der Umgebung, über touristisch wichtige Themenrouten sowie über besondere Infrastrukturen und Sehenswürdigkeiten. Jede Knotenpunkttafel enthält zudem einen Barcode, der es im Notfall ermöglicht, den Rettungsdienst über Handy zum jeweiligen Standort zu rufen.

Berücksichtigt werden unterschiedliche Routen im Kreis Borken. Dazu zählen neben der 100-Schlösser-Route die Hohe-Mark-Radroute, die Flamingo-Route, der Europa-Radweg R1 (D3-Route) sowie die Routen der Flusslandschaften wie Aa-, Berkel-, Ijssel- und Slingerroute.

Bürgermeister Michael Carbanje zeigte sich erfreut darüber, dass Isselburg am Knotenpunktsystem beteiligt ist und als erste Gemeinde im Kreis Borken mit der neuen Beschilderung ausgestattet wurde. Die neue Beschilderung erlaube es darüber hinaus auch ortsfremden Radtouristen, sich schnell und einfach zu orientieren. Landrat Zwicker fügte hinzu, dass es eine „Sisyphusarbeit“ gewesen sei, jeden Weg, jede Straße für alle Routen zu erkunden, um eine exakte Beschilderung zu gewährleisten.

Insgesamt sollen im Kreis Borken bis Mai dieses Jahres 191 Knotenpunkte entstehen. Das gesamte Knotenpunktnetz wird rund 940 Kilometer umfassen. Die Kosten der Beschilderung in Höhe von 350.000 Euro werden zu 70 Prozent vom Land NRW gefördert. Für den Kreis Borken verbleibt demnach ein Eigenanteil von etwa 100.000 Euro.

Kreis steuerte rund 100.000 Euro bei

Er übernimmt neben den Vorbereitungsarbeiten auch die Pflege und Unterhaltung der Beschilderung des Knotenpunktsystems. Die Kreiskommunen wiederum tragen etwaige Kosten für Änderungen des ursprünglichen Streckenverlaufs, sofern sie diese veranlasst haben. Die Städte und Gemeinden können darüber hinaus noch weitere Tafeln der Radregion Münsterland aufstellen – auf eigene Kosten.

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