Pröbstingsee Borken

Wasserlinsen: Mähboot und Bagger im Einsatz am Borkener Pröbstingsee

Am Pröbstingsee arbeiten ein Bagger und ein Spezialboot: Wasserlinsen werden entnommen. Die Stadt Borken hofft, dass die Wasserqualität so zu halten ist und der See nicht kippt.
Mit einem Mähboot werden die Wasserlinsen zusammengeschoben, ehe sie von einem Bagger aus dem Pröbstingsee gefischt werden.
Mit einem Mähboot werden die Wasserlinsen zusammengeschoben, ehe sie von einem Bagger aus dem Pröbstingsee gefischt werden. © Stadt Borken

Viele Besucher des Freizeit- und Erholungsgeländes „Pröbsting“ haben sich in den vergangenen Tagen darüber gewundert, dass große Teile des Sees von einer grünen Wasserlinse überwuchert sind. „Die Wasserlinse an sich ist für den Menschen weder gefährlich noch toxisch“, erklärt Denise Beekmeijer vom Fachbereich Tiefbau und Abwasserbeseitigung der Stadt Borken in einer Pressemitteilung.

Wasserlinsen bedecken den kompletten See

In den vergangenen zwei Wochen sei es jedoch zu einem exponentiellen Wachstum der Linse gekommen: „Wasserlinsen haben beste Wachstumsbedingungen in sonnigen, ruhigen und nährstoffreichen Gewässern.“

Die Wasserlinse bilde mittlerweile einen zusammenhängenden Teppich, der kaum Sonnenlicht ins Wasser lässt und die Photosynthese im See einschränke. Sofern das Wachstum der Wasserlinse anhalten sollte, drohe der Sauerstoffgehalt im Pröbstingsee weiter abzunehmen.

Zudem sei es durch das anhaltende hochsommerliche Wetter zu einem Anstieg der Wassertemperatur gekommen, was den Fischen im See zu schaffen mache.

„Als Stadt Borken versuchen wir alles, um ein Umkippen des Sees und ein Fischsterben zu vermeiden“, sagt Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing. Bereits in der vergangenen Woche sei damit begonnen worden, die Wasserlinsen mit einem Mähboot zusammenzuschieben und im Anschluss von einem Bagger aus dem See herauszufischen. Zwischenzeitlich seien mehrere Kubikmeter Biomasse aus dem See entnommen und abgefahren worden. Die Stadt Borken werde die Entnahme auch in den kommenden Tagen fortsetzen.

Keine Umwälzpumpen im Einsatz

„Zusätzlich führen wir kontinuierliche Sauerstoffmessungen im Pröbstingsee durch und lassen das Wasser von einem Labor chemisch untersuchen“, sagt Denise Beekmeijer. Ebenso habe die Stadt Borken Kontakt zu einem Fachbüro aufgenommen, um Möglichkeiten zur Anreicherung des Sees mit Sauerstoff zu entwickeln.

Ganz bewusst verzichte die Stadt zurzeit auf den Einsatz von Umwälzpumpen. Solange die Ergebnisse der chemischen Wasseruntersuchungen nicht vorliegen, könne nicht ausgeschlossen werden, dass durch den Einsatz solcher Pumpen sauerstoffzehrende Prozesse im See noch beschleunigt werden könnten.

Um langfristig einem Wachstum der Wasserlinse entgegenzuwirken, seien vor allem eine Reduzierung der Nährstoffe im See, eine Bewegung des Wassers und eine Beschattung erfolgversprechend. Die Stadt Borken wird die Bevölkerung in den nächsten Wochen über die weitere Entwicklung der Wasserqualität im Pröbstingsee informieren.

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