Die Ewibo in Bocholt © Sven Betz

Nach Durchsuchung: Ewibo-Chef von Aufgaben freigestellt

Anfang März hatte die Räume der Ewibo durchsucht und 150 Kisten mit Akten beschlagnahmt. Jetzt wurde der Ewibo-Chef von seinen Aufgaben freigestellt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Der Geschäftsführer der Bocholter Ewibo, Berthold Klein-Schmeink, ist mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben freigestellt worden. Das hat am Freitag Bocholts Bürgermeister Thomas Kerkhoff (CDU) in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft mitgeteilt. Die Gründe liegen auf der Hand.

Grund sei, dass die Staatsanwaltschaft gegen Klein-Schmeink ermittelt. Er werde in diesem Verfahren offiziell als Beschuldigter geführt. In der Mitteilung betont Kerkhoff: „Für Herrn Klein-Schmeink gilt im strafrechtlichen Sinne ausdrücklich die Unschuldsvermutung.“

Schaden von Ewibo fernhalten

Aus diesem Grund sei auch keine Abberufung als Geschäftsführer erfolgt, sondern ausdrücklich eine vorläufige Freistellung von seinen Geschäftsführertätigkeiten. Dieser Schritt sei im Interesse der Gesellschaft notwendig, um möglichen Schaden von der Ewibo fernzuhalten.

Um die Handlungsfähigkeit der Ewibo weiterhin zu gewährleisten, werde die Geschäftsführung vorerst von Dominik Hanning zusammen mit den bestellten Prokuristen Hans-Georg Kaiser, Helgo Eiting und Christoph Hollmann übernommen.

Die Staatsanwaltschaft hatte Anfang März die Räume der Ewibo durchsucht und 150 Kisten mit Akten beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob es bei den Rechtsgeschäften zwischen Stadt und Ewibo zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Details dazu nennen die Ermittler nicht. Es soll um die Unterbringung von Flüchtlingen gehen.

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