One-Love-Binde bei Fußball-WM Gesellschafter von Rose Bikes übt Kritik am DFB

Marcus Diekmann (r.), verteidigt die Entscheidung von Manuel Neuer.
Marcus Diekmann (r.), verteidigt die Entscheidung von Manuel Neuer. © Privat
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Drei Jahre war Nationaltorwart Manuel Neuer das Werbegesicht des Bocholter Unternehmens Rose Bikes. Jetzt steht er wegen seines Rückziehers bei der One-Love-Binde in der Kritik. Marcus Diekmann, Gesellschafter des Bocholter Fahrrad-Herstellers, stellt sich an die Seite des Nationalspielers.

„Manuel ist Sportler. Seine Aufgabe ist es, Fußball zu spielen“, sagt der Bocholter. Politische Zeichen zu setzen sei dagegen Aufgabe des Deutschen Fußballbundes (DFB). „Dafür darf man Neuer nicht kritisieren“, so Diekmann. Ohnehin gebe der deutsche Verband bei der WM in Katar keine gute Figur ab. Eine Debatte über das Tragen einer Binde zu führen, während in Katar mit dem Bau von Stadien in Wüsten schwere ökologische Schäden unkritisiert blieben, sei scheinheilig, betont Diekmann.

Unterstützung für Manuel Neuer

Kurioserweise war die mehrfarbige Binde mit dem Herz nach der Vorstellung im September von mehreren Seiten scharf kritisiert worden, weil sie eben nicht den symbolkräftigen Regenbogen abbildet. Homosexualität ist in Katar per Gesetz verboten.

Der DFB wehrte sich und verwies darauf, dass sich die „One Love“-Binde gegen jede Form von Diskriminierung wende. Der Unterschied zur von der FIFA vorgegebenen „NoDiscrimination“-Kapitänsbinde der FIFA, die die Organisation den Kapitänen vorschlägt, scheine nicht mehr so groß.

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