Fahrradtouren

Sandsteinroute in Form gebracht

Die Sandsteinroute verbindet auf etwa 160 Kilometern die Kommunen Billerbeck, Coesfeld, Havixbeck, Nottuln und Rosendahl miteinander. Der Sandstein soll auf ihr nun erlebbar gemacht werden.
Ann-Kathrin Rahe, Tourismusmanagerin der Stadt Billerbeck, präsentiert die erste Stele, die am Mahnmal auf die neu konzipierte Sandsteinroute hinweist.
Ann-Kathrin Rahe, Tourismusmanagerin der Stadt Billerbeck, präsentiert die erste Stele, die am Mahnmal auf die neu konzipierte Sandsteinroute hinweist. © Stephanie Sieme

Die Sandstein-Stele neben dem Treppenaufgang zum Mahnmal soll auf etwas ganz Besonderes hinweisen. Sie ist ein ganz kleiner Baustein der Sandsteinroute, die auf einer Länge von etwa 160 Kilometern die Kommunen Billerbeck, Coesfeld, Havixbeck, Nottuln und Rosendahl verbindet und neu konzipiert wurde.

Denn der Baumberger Marmor, wie der Sandstein auch genannt wird, ist das zentrale verbindende Element der fünf Baumberge-Kommunen. „Er hat die Region geprägt“, betont die Tourismusmanagerin.

Lange Zeit stand dieses Thema im Tourismus nicht im Fokus, wurde eher stiefmütterlich behandelt – so wie die Sandsteinroute selbst. Zu viele Umwege, Schlaglöcher, Umfahrungen von Sehenswürdigkeiten und sogar Verkehrszeichen, die darauf hinweisen, dass der Weg an manchen Stellen nicht befahren werden darf, bemängelten Experten.

Sie hatten die Sandsteinroute, aber auch viele andere Rad- und Wanderwege für den Masterplan „Baumberge-Touristik 2026“ unter die Lupe genommen. Um die Route attraktiver zu machen und sie als Premiumradweg zertifizieren lassen zu können, bestand unter anderem bei der Wegequalität und Beschilderung Handlungsbedarf.

Dem haben sich die Kommunen gestellt. „Auf manchen Abschnitten ist die Route auch umgelegt worden“, berichtet Ann-Kathrin Rahe. In Billerbeck betrifft das aber nur einen Wirtschaftsweg, über den die Route nicht mehr führt.

Sandstein als Thema

Der Baumberger Sandstein, das Leben mit ihm und wie er Land und Leute prägt – all das soll auf der Route thematisiert werden. Neben Infostelen entlang der Strecke, erwartet die Besucher in jeder Kommune ein Willkommensort, an dem sie von den Touristikern mittels QR-Code persönlich begrüßt werden.

Außerdem gibt es Sandstein-Momente. Diese besonderen Orte werden mit Infotafeln ausgestattet und Audiobeiträge sollen dort zu hören sein. Erzähler sind größtenteils Lokalmatadore. Am Longinusturm kommt beispielsweise der Billerbecker Wanderexperte Josef Räkers zu Wort, wie Ann-Kathrin Rahe informiert.

Ausflug zur Marien-Kapelle

Den Sandstein-Moment auf Billerbecker Gebiet gibt es bei der Marien-Kapelle in Aulendorf. An der Kapelle sollen Ausflügler künftig erfahren, warum und wie die Anwohner dort in die sakrale Standsteinarchitektur investiert haben.

In jedem Ort soll es zudem einen Sandstein-Rundgang geben. Die Stadt Billerbeck greift dafür auf ihre Stadtrundgangs-App „Gans Billerbeck“ zurück. Auch eine Online-Karte, auf der der Streckenverlauf abgebildet und die Sandstein-Momente vorgestellt werden, soll gestaltet werden. „Man kann seine Route individuell planen“, sagt die Tourismusmanagerin.

Ende September soll die neu konzipierte Sandsteinroute offiziell eröffnet werden. Eine weitere Eröffnung für alle Interessierten ist im Frühjahr 2023 geplant. Damit fällt auch der Startschuss für das Knotenpunktsystem im Kreis Coesfeld. Die Beschilderung soll dafür nun erfolgen.

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