Privates Engagement

Spende: Berufspendler aus den Niederlanden können Tests kostenlos machen

Niederländer, die in Deutschland arbeiten und für die Fahrt über die Grenze einen negativen Test benötigen, können sich in einigen Testzentren kostenlos testen lassen. Auf Initiative eines Ahausers.
Im Kreis Borken gibt es zahlreiche Teststellen, auch zum Durchfahren mit dem Auto.
Im Kreis Borken gibt es zahlreiche Teststellen, auch zum Durchfahren mit dem Auto. © picture alliance/dpa

Die Niederlande wurden am 6. April als „Hochinzidenzgebiet“ ausgewiesen wurden. Seither benötigen beispielsweise Grenzpendler, die in den Niederlanden wohnen aber in Deutschland arbeiten, bei der Einreise einen aktuellen Coronavirus-Schnelltest. Den gibt es bisher aber nur für die kostenfrei, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik haben.

Wie der Kreis Borken in einer Pressemitteilung erklärt, habe das – gerade auch hier im deutsch-niederländischen Grenzraum – bereits für viel Ärger gesorgt.

Landrat lobt privates Engagement und hofft auf Nachahmer

Am Donnerstag wurde bekannt, dass auf Initiative des Ahauser Softwareunternehmens Tobit.Labs Niederländern kostenlos Tests zur Verfügung gestellt werden. Landrat Dr. Kai Zwicker begrüße das ausdrücklich. „Das ist eine tolle Sache, die Unternehmenschef Tobias Groten da ins Rollen gebracht hat“, so Kai Zwicker und ergänzt: „ein erster schneller, unkomplizierter Schritt im Interesse der Betroffenen!“

Die Tests können über die Plattform Chayns in etlichen Testzentren im Kreis gebucht werden. Viele der im Kreis Borken zugelassenen Zentren wickeln die Registrierung digital über die Plattform Chayns der Tobit-Labs ab. Tobias Groten habe nun aus Privatmitteln – zunächst einmal – 10.000 Euro in einen speziellen „Topf“ gelegt.

Kostenübernahme ist durch Kassenärztliche Vereinigung nicht möglich

Teststellen, die die voll-digitale Abwicklung von Corona-Schnelltests anbieten, bekommen aus diesem Topf einen Teil der Kosten erstattet, den anderen übernehmen die Teststellen selbst. Sie erhalten für diesen Service kein Geld von der Kassenärztlichen Vereinigung. Das ließen die rechtlichen Vorgaben für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt außerhalb von Deutschland nicht zu.

Laut Pressemitteilung des Kreises wünschen sich Landrat und Tobias Groten, dass sich weitere Unternehmen oder Personen finanziell an der Initiative beteiligen.

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