Lehrer Christian Weiß von der Liebfrauenschule Stenern zeigt eine der vier CO2-Ampeln, die beim Grundschulverbund Liebfrauen bereits im Einsatz sind. © Torsten Wübling
Coronavirus

Stadt Bocholt schafft CO2-Ampeln für Schulen an

Alle Schulen in Bocholt sollen mit CO2-Messergeräten ausgestattet werden. Das soll im Kampf gegen das Coronavirus helfen.

Alle Klassenräume an Bocholter Schulen erhalten jetzt sogenannte CO2-Ampeln. Sie sollen zur Corona-Vorsorge eingesetzt werden. Denn wenn viel ausgeatmetes CO2 in der Luft ist, sind auch viele Aerosole in der Luft. Und diese können Coronaviren übertragen.

Deshalb will die Stadt alle 368 Klassenräume mit solchen Geräten ausstatten, die wie Alexa-Boxen erscheinen. Sobald die dort angezeigte Farbe auf Rot wechselt, müssen die Fenster zum Lüften geöffnet werden. Die Kosten für diese Geräte liegen bei rund 100.000 Euro, erklärt dazu die Pressestelle der Stadt.

Einige Messgeräte sind bereits im Einsatz. In einem ersten Schritt habe jede Schule zwei CO2-Ampeln bekommen, berichtet die Verwaltung. Mit Ausnahme von zwei Schulen, die sogar mehr bekamen: der Glasbau des Mariengymnasiums (8 Messgeräte) und die Gesamtschule (20 CO2-Ampeln). Der Grund: In diesen Gebäuden können die Fensterflügel nicht komplett geöffnet werden, sondern nur ausgestellt – deshalb sei die vorgeschriebene Stoßlüftung technisch nicht möglich.

Weitere CO2-Ampeln sind bestellt

„Ein größeres Kontingent an Geräten mit der erforderlichen Qualität war zum damaligen Zeitpunkt auf die Schnelle nicht am Markt erhältlich“, erklärt die Verwaltung. Die Stadt lege Wert darauf, dass die Geräte eine gute Qualität hätten. Denn: Sie sollen auch dauerhaft, also über Corona hinaus, während des Unterrichts eingesetzt werden, um die Luftqualität im Blick zu halten und stets für eine gute Durchlüftung zu sorgen.

100 weitere CO2-Ampeln hat die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben gerade ausgeschrieben. „Sie werden voraussichtlich noch vor den Osterferien geliefert und auf die Schulen gleichmäßig verteilt“, heißt es. Jede Schule bekomme vier Stück. „Damit hat jede Schule mindestens sechs Ampeln noch vor den Osterferien.“ Die Ausschreibung für die restliche Charge sei in Arbeit, teilt die Stadt mit. Eltern in Barlo hatten bereits vorgeschlagen, privat solch ein Gerät zur Verfügung zu stellen. Das ist inzwischen nicht mehr notwendig.

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