Die Steingrube in Winterswijk. © Bernd Schlusemann
Steingrube

Streit um Besucherzentrum an Steingrube in Winterswijk geht weiter

Die Terra Temporalis Foundation will an der Steingrube in Winterswijk ein Besucherzentrum errichten. Das stößt weiter auf heftigen Widerstand.

Die Terra Temporalis Foundation will an der Steingrube in Winterswijk ein Besucherzentrum errichten, das gleichzeitig auch ein Kulturzentrum werden soll. Die Stadt Winterswijk hat für das Projekt einen Zuschuss in Höhe von 1,1 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Voraussetzung: Die Stiftung beteiligt sich mit dem gleichen Betrag an dem Projekt.

Wie die in Winterswijk erscheinende Tageszeitung de Gelderlander berichtet, hat die Stiftung Terra Temporalis jetzt den Entwurf für das ehrgeizige Projekt nahe dem Winterswijker Ortsteil Ratum fertiggestellt. Aus Ratum und auch aus Winterswijk hagelt es schon seit längerer Zeit Proteste gegen die Pläne.

Den Gegnern ist das Besucherzentrum zu groß und es soll aus ihrer Sicht an falscher Stelle entstehen. Geplant sind Schauräume, ein Kinoraum, Platz für Tagungen, Catering, Kinderbetreuung und ein großer Parkplatz.

Gegner des Besucherzentrums finden Pläne zu groß

Die Gegner der Pläne fühlen sich schon durch die Arbeiten in dem Steinbruch und die dort stattfindenden jährlichen Theaterveranstaltungen gestört und wollen nicht noch mehr Besucher und Autoverkehr haben.

Wie der Gelderlander berichtet, haben die Anwohner sich in einer Interessengruppe zusammengeschlossen und sind auch schon mit dem Stiftungsrat von Terra Temporalis im Gespräch. Es soll schon rund 130 Mitglieder in der Gruppe geben.

Willem Hulscher ist einer der Initiatoren der Interessengruppe. Gegenüber dem Gelderlander hat der 82-Jährige seine Beweggründe genannt: „Wir wollen dieses Zentrum im Steinbruch nicht. Unser Vorschlag ist, es im dort in der Nähe der Gastronomie zu platzieren“, zitiert die Tageszeitung des Senior. Dann würde ein Ausguck im Steinbruch reichen, so Hulscher.

Diese Idee ist für Dirk Willink, Vorsitzender der Terra Temporalis Foundation, überhaupt keine Lösung. Er weist auf zwei Ratsentscheidungen hin, die den Platz für das Besucherzentrum am Rande des Steinbruchs sehen.

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Redaktion Ahaus
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