Tobias Finke, Rhede, tritt für „Die Partei“ an. © privat
Bundestagswahl 2021

Tobias Finke tritt für „Die Partei“ an: „Politik ist kein Hexenwerk“

Zwei Wahlkreise, insgesamt 16 Kandidaten: Am 26. September sind die Wähler im Kreis Borken aufgerufen, bei der Wahl zum Deutschen Bundestag einem Bewerber oder einer Bewerberin ihre Stimme zu geben. Die Redaktion stellt die Kandidaten vor. Heute: Tobias Finke (Die Partei). Er tritt im Wahlkreis 126 (Borken II) an.

Tobias Finke (24) ist Ortsvorsitzender Der Partei in Rhede. Sie hat eigenen Angaben zufolge bundesweit 50.000 Mitglieder. Er möchte aus diesem Grund in den Bundestag: „Den Parteien, die unser Land seit Jahren regieren, scheinen die Ideen ausgegangen zu sein, wie es weiter gehen kann. Daraus resultiert, dass immer mehr Politiker/innen sich von Lobbyisten abhängig machen.“ Zudem möchte er „den Menschen zeigen, dass Politik kein Hexenwerk“ sei.

Als wichtigste Aufgaben bundesdeutscher Politik sieht er an: „Endlich Verantwortung in der Klimakrise übernehmen, die Wiederherstellung einer gerechten und solidarischen Gesellschaft und den Kampf gegen den seit einigen Jahren wieder verstärkt aufkeimenden Rassismus.“

Leben auf dem Lande attraktiver gestalten

Das Leben auf dem Lande müsse für junge Menschen attraktiver gestaltet werden, meint Finke: „Grundlegend dafür ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, sodass auch Auszubildende und Studierende sich hier niederlassen können. Auch die Verfügbarkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln sowie der Ausbau der digitalen Infrastruktur sind wichtige Faktoren.“ Dazu müssten Verkehrswege ausgebaut werden, so „die mickrigen öffentlichen Verkehrsmittel zwischen den Orten sowie nach Münster, ins Ruhrgebiet und in die Niederlande“. Generell müsse „die Verkehrswende vorangetrieben“ werden.

Der Klimaschutz als „wohl wichtigstes Thema der kommenden Legislaturperiode und der nächsten Jahrzehnte erfordert konsequentes Handeln. Der Zeitpunkt, an dem man keine Rücksicht mehr auf die Vereinbarkeit mit der Wirtschaft nehmen kann, rückt immer näher. Der Kohleausstieg muss umgehend angepackt, die Milliarden-Subventionen müssen sofort auf erneuerbare Energien umgelegt werden“.

Kreis als Knotenpunkt bietet viele Chancen

Ein Pluspunkt der Region ist für Finke, dass der Kreis Knotenpunkt sei zwischen dem Ruhrgebiet, Münster und den Niederlanden: Dies biete „unzählige Chancen für den Anschluss an große Ballungszentren und somit Mobilität“. Nachteilig sei die „miserable Infrastruktur“, um ohne Auto aus dem Kreis herauszukommen.

Zur Person: Tobias Finke

  • Alter:24 Jahre
  • Wohnort: Rhede
  • Familienstand: ledig
  • Kinder: keine
  • Beruf: kaufmännischer Angestellter
  • Politisches Vorbild: Martin Sonneborn (56), Gründer und Vorsitzender von Die Partei. Er hat es geschafft, aus einer Idee des Protests eine Partei mit mehr als 50.000 Mitgliedern zu formen. Gleichzeitig wird er gerne als unseriöser Clown dargestellt.
  • Welchen Beruf wollten Sie als Kind wählen? Pyrotechniker
  • Hobbys: Politik, Musik (Mitglied einer Rockband), Doppelkopf, Inlineskaten
  • Wohin gehen Sie gerne, wenn Sie im Kreis unterwegs sind? Mit Freunden beteilige ich mich an der lokalen Kneipenkultur.
  • Was hat Sie zur Politik gebracht? Seit meiner frühen Jugend interessiere ich mich für gesellschaftspolitische Themen.
  • Ihre Stärke in der Politik? Dass ich mich mit dem gesamten Ortsverband Rhede einer jungen Partei angeschlossen habe.
  • Welche Tugenden sollte ein Politiker mitbringen? Ein moderner Politiker sollte seinen Job mit Demut antreten.

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