Der Standort der VR-Bank in Borken: Die gemeinsame Zukunft der VR-Bank Westmünsterland und der Volksbank Bocholt soll am 1. Januar 2022 beginnen. © Peter Berger
Volksbank-Fusion

VR-Bank Westmünsterland und Volksbank Bocholt wollen fusionieren

Die VR-Bank Westmünsterland und die Volksbank Bocholt arbeiten an einer gemeinsamen Zukunft und peilen eine Fusion zum 1. Januar 2022 an.

Die Mitteilung kam am Montag. Die VR-Bank Westmünsterland und die Volksbank Bocholt wollen fusionieren. Die beiden Institute verfolgen bereits heute gleichgerichtete Strategien, die jeweils „gelebte Regionalität und Kundennähe“ in den Mittelpunkt stellen, heißt es in der Pressemitteilung. Zuvor waren die Mitarbeiter über das Vorhaben informiert worden.

Für die Borkener ist es die zweite große „Heirat“, nachdem die damalige Volksbank im Jahr 2005 mit Coesfeld zusammenging. Die VR-Bank ist auch in Stadtlohn und Südlohn vertreten.

Zusammen 577 Mitarbeiter und 28 Geschäftsstellen

Das neue Kreditinstitut wird – gemessen an den aktuellen Zahlen – zusammen 577 Mitarbeiter, 28 Geschäftsstellen und 158.000 Kunden haben. Die addierte Bilanzsumme wird mit 4,5 Milliarden Euro angegeben. Fusionsbedingte Kündigungen soll es nicht geben.

„Der sich wandelnde Kundenbedarf erfordert weiter erhebliche Investitionen in kompetente Mitarbeiter und digitale Lösungen. Gemeinsam können wir hier mehr für unsere Mitglieder und Kunden bewegen“, erläutert Dr. Carsten Düerkop, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Westmünsterland.

„Die kooperative Fusion beider wirtschaftlich gut aufgestellten Institute zu einer leistungsstarken Bank mit einer dezentralen Struktur ist eindeutig das von uns favorisierte Modell“, so Franz-Josef Heidermann, Vorstand der Volksbank Bocholt. „Dieser Weg verbindet die Vorteile einer lokal agierenden und vernetzten Ortsbank mit der hohen Leistungsfähigkeit einer großen Regionalbank.“

Dr. Carsten Düerkop ist Vorstandsvorsitzender der VR Bank Westmünsterland. © VR Bank Westmünsterland © VR Bank Westmünsterland

Dementsprechend sei man sich in beiden Häusern über die Prioritäten der gemeinsamen Arbeit einig, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Neben der starken regionalen Präsenz könnten die Kunden der gemeinsamen Bank auf die „Mehrwerte einer großen Bank“ zurückgreifen, etwa bei Spezialisten in der Beratung und beim Produkt- und Dienstleistungsangebot, betonen Matthias Entrup und Berthold te Vrügt vom Vorstand der VR-Bank Westmünsterland.

Neue Unternehmensgröße ist Vorteile bei der Fachkräftegewinnung

„Der gesamten regionalen Wirtschaft und auch den großen Unternehmen wird ein gemeinsames Institut mehr Möglichkeiten in der Zusammenarbeit bieten können.“ Ein Teil der Kunden wird sich auf neue IBAN-Nummern einstellen müssen.

„Auch hinsichtlich der Möglichkeiten am Arbeitsmarkt für Fachkräfte versprechen wir uns wesentliche Vorteile durch die neue Unternehmensgröße“, so Herbert Kleinmann, Vorstand der Volksbank Bocholt.

Beide Häuser haben die Fusionsverhandlungen aufgenommen und legen die Eckpunkte für ein neues gemeinsames Institut im westlichen Münsterland fest. Anschließend sollen diese den Mitgliedervertretern vorgestellt werden. Ein Termin dafür ist noch nicht bekannt.

Neuer Name für die fusionierte Bank ist schon gefunden

Mit der Fusion steht eine Namensänderung an. Die beiden Banken hätten bereits einvernehmlich einen neuen Namen gefunden. Dieser befinde sich derzeit in der formellen Überprüfung. Auch der juristische Hauptsitz stehe noch nicht fest. An den Standorten der „Kompetenzcentren“ Borken, Coesfeld, Dülmen und Stadtlohn werde sich nichts ändern. Neu hinzu kommt Bocholt.

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