36-jähriger Wuppertaler hatte Schutzengel - rettender Sprung zur Seite

Bahnhof Gladbeck West

Die guten Reaktionen und ein geistesgegenwärtiger Sprung zur Seite könnten womöglich das Leben eines 36-jährigen Wuppertalers gerettet haben.

Gladbeck

04.11.2020, 13:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieses Metallteil wurde einem Mann am Bahnhof Gladbeck West fast zum Verhängnis.

Dieses Metallteil wurde einem Mann am Bahnhof Gladbeck West fast zum Verhängnis. © Polizei

Der Mann hielt sich nach eigenen Angaben Dienstagnachmittag (3. November) gegen 15 Uhr auf einem Bahnsteig im Bahnhof Gladbeck West auf. Dort wartete er in einem Wetterunterstand auf seinen Zug, heißt es von der Bundespolizei.

Nach Angaben des 36-Jährigen soll zu diesem Zeitpunkt eine Leerlokfahrt (Lokomotive ohne Waggons) eines privaten Eisenbahnbetreibers den Bahnhof passiert haben. An der Lok bemerkte der Wuppertaler ein großes Metallteil, das seitlich an der Lok hervorragte und sich schließlich komplett gelöst haben soll.

Anschließend sei das Metallteil in die Richtung des 36-Jährigen geflogen und soll zwei Scheiben des Wetterunterstandes durchschlagen haben.

Wuppertaler fuhr mit der S 9 weiter

Der Reisende konnte sich durch einen geistesgegenwärtigen Sprung zur Seite retten und verletzte sich dabei an der Hand. Durch seine schnelle Reaktion entging er mutmaßlich schwersten Verletzungen. Geschockt von dem Vorfall nutzte er die kurz danach in den Haltepunkt einfahrenden S-Bahn 9 in Richtung Wuppertal.

Dort meldete er den Vorfall auf der Wache der Bundespolizei, die die zuständige Bundespolizei in Dortmund in Kenntnis setzte. Einsatzkräfte fuhren daraufhin zum Bahnhof Gladbeck West und sicherten dort Spuren vor Ort. Unter anderem konnte das Metallteil sichergestellt werden. Zudem wurde die Beschädigung am Wetterunterstand dokumentiert. Die Höhe des Sachschadens müssen weitere Ermittlungen ergeben.

Bundespolizei leitete ein Strafverfahren ein

Bundespolizisten ermittelten im Nachgang die Lok, von welcher sich das Metallteil löste. Weitere Ermittlungen müssen nun ergeben, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung bzw. Gefährdung des Bahnverkehrs ein. Die Ermittlungen dauern an.