4800 Polizisten bereiten sich auf die Silvesternacht in NRW vor

Silvester in NRW

Die Sicherheitskräfte in NRW bereiten sich auf die Silvesternacht vor. 4800 Polizisten werden im Einsatz sein. Private Treffen sind erlaubt, Partys und Feiern jedoch nicht.

NRW

29.12.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
In mehreren Städten und Kreisen in NRW gelten Ausgangssperren, sogar in der Silvesternacht.

In mehreren Städten und Kreisen in NRW gelten Ausgangssperren, sogar in der Silvesternacht. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Auch in der Silvesternacht wird diesmal vieles anders sein: So etwas wie eine Reise ins Ungewisse ist deshalb der Jahreswechsel in Zeiten von Corona für Polizei und Ordnungsämter in NRW.

„Für die Sicherheitsbehörden ist es ungeheuer schwer vorauszusagen, wie sich die Menschen verhalten werden“, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag in Düsseldorf dazu. Auf mögliche Probleme sei man aber eingestellt, versicherte er.

4800 Polizisten im Einsatz

Eine Maßnahme: In Nordrhein-Westfalen werden den Angaben zufolge etwas mehr Polizisten im Einsatz sein als vor einem Jahr - und das obwohl der Jahreswechsel seit der Kölner Silvesternacht 2015 schon seit Jahren besonders im Fokus steht. Mehr als 4800 Polizisten würden für Sicherheit sorgen, kündigte Reul an.

Ein Teil der Kräfte werde an „taktischen Standorten“ im Land verteilt und könne bei Bedarf angefordert werden. Das biete die Chance, dass die Polizei „effektiv auf schnelle Lageentwicklungen reagieren kann“, sagte der Minister. Manche der Beamten würden auch an Orten aufpassen, an denen sich viele Menschen versammeln könnten.

Optimistisch äußerte sich der Minister zu bisherigen Erfahrungen im Corona-Jahr mit Tagen, an denen traditionell viel gefeiert wird. Als Beispiele nannte er den Karnevalsauftakt am 11.11. oder Halloween: „Die allermeisten Leute waren sehr vernünftig.“ Auch an den Weihnachtsfeiertagen hätten sich die Menschen verantwortungsvoll verhalten, doch ob das Silvester so bleibe? „Das ist noch eine andere Nummer“, so Reul.

Zum Jahreswechsel sind die Corona-Regeln in NRW sehr streng. Während an Weihnachten die Schutzverordnungen etwas gelockert wurden, sind die Beschränkungen jetzt wieder schärfer. Die Verordnung des Landes NRW sieht vor, dass sich bei privaten Treffen im öffentlichen Raum nur fünf Personen aus maximal zwei Hausständen treffen dürfen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Treffen in den eigenen vier Wänden sind mit mehr Gästen erlaubt

Treffen mit Freunden oder der Familie in den eigenen vier Wänden sind laut der Schutzverordnung hingegen nicht durch eine Gästezahl begrenzt. Allerdings gibt es örtlich unterschiedliche Regeln.

Untersagt sind grundsätzlich aber Partys und vergleichbare Feiern. Und weiterhin gelte die dringende Empfehlung, die Regelungen zu den Kontaktbeschränkungen auch im privaten Bereich anzuwenden und soziale Kontakte auf das wirklich Nötigste zu beschränken, betonte das Gesundheitsministerium.

Keine beliebigen Kontrollen im privaten Raum

Im privaten Raum werde es wie schon an den Weihnachtstagen keine „beliebigen Kontrollen“ geben, kündigte Reul an. Bei Partys würden die Behörden aber eingreifen. Vor Ort müssten die Beamten dann abwägen, was zu tun sei. „Ich vertraue da auch auf den gesunden Menschenverstand und das Fingerspitzengefühl von Polizeibeamtinnen und -beamten.“

Feuerwerke wird es in Nordrhein-Westfalen vielerorts nicht geben. Der Verkauf von Feuerwerk und Böllern ist in ganz Deutschland verboten. Ob mit bereits früher gekauften Böllern geknallt werden darf, ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich geregelt.

Reul appellierte dazu an die Bürger: „Lassen Sie es doch einfach sein, gehen Sie auf Nummer sicher.“ Es entlaste das Gesundheitssystem, wenn die Risiken von Unfällen mit Pyrotechnik minimiert würden.

dpa/kar

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