50 Millionen Euro in Bitcoins beschlagnahmt: Verurteilter verrät sein Passwort nicht

Kypto-Geld

1800 Bitcoins hat die Kemptener Staatsanwaltschaft 2014 beschlagnahmt. Heute ist das Krypto-Geld über 50 Millionen Euro wert - doch die Behörde kommt nicht an einen Großteil des Geldes heran.

04.02.2021, 19:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Mann hält eine nachgemachte Münze mit dem Bitcoin-Logo in den Händen. Die Währung hat in den vergangenen Jahren stark an Wert gewonnen.

Ein Mann hält eine nachgemachte Münze mit dem Bitcoin-Logo in den Händen. Die Währung hat in den vergangenen Jahren stark an Wert gewonnen. © picture alliance/dpa

Bitcoins im Wert von aktuell mehr als 50 Millionen Euro hat die Staatsanwaltschaft Kempten von einem verurteilten Computer-Betrüger beschlagnahmt. Auf das Geld kann die Behörde aber nicht zugreifen, wie ein Sprecher am Donnerstag bestätigte. Für die digitale Geldbörse fehlt demnach das Passwort - und das hat ihr ehemaliger Besitzer bislang nicht verraten. Zunächst hatte die „Allgäuer Zeitung“ berichtet.

Nur 86 der 1800 Bitcoins, die der Betrüger illegal auf den Computern anderer Menschen erstellt hatte, konnte die Staatsanwaltschaft demnach im Jahr 2018 verkaufen. Die Behörde erlöste so rund 500.000 Euro für die Staatskasse. Die restlichen mehr als 1700 Bitcoins sind aber weiter im Besitz der Staatsanwaltschaft, ohne dass sie bislang darauf zugreifen konnte.

Virtueller Geldbeutel wurde abgesichert

Der Computer-Betrüger hat nach Angaben der Behörde seine Haftstrafe nach seiner Verurteilung im Jahr 2014 inzwischen verbüßt. Auf die Bitcoins kann der Mann demnach aber nicht mehr zugreifen: Experten der Strafverfolgungsbehörde haben den virtuellen Geldbeutel vor einem Zugriff von außen abgesichert.

RND/dpa