AHA-Regeln: So helfen Sie mit, eine zweite Welle zu verhindern

Coronavirus

Wegen der zunehmenden Zahl von Neuinfektionen befürchten Experten, dass es zu einer zweiten Welle kommen könnte. Das Robert Koch-Institut hat deshalb alle Bürger dazu aufgerufen, sich an der Eindämmung des Virus zu beteiligen.

Berlin

01.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
 Ein Kunde kauft in einem Supermarkt mit einem Mund-Nasen-Schutz ein.

Ein Kunde kauft in einem Supermarkt mit einem Mund-Nasen-Schutz ein. © picture alliance/dpa

Seit der ersten großen Infektionswelle mit dem Coronavirus im März hatte sich das Infektionsgeschehen in Deutschland weitestgehend beruhigt. Doch zuletzt hat die Zahl der Neuinfektionen wieder zugenommen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 870 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet, wie das RKI am Freitag mitteilte. Am Donnerstag hatten die Gesundheitsämter sogar mehr als 900 Neuinfektionen an das RKI gemeldet.

Dies steht vor allem mit kleineren Ausbruchgeschehen durch Familienfeiern, am Arbeitsplatz oder in Gesundheitseinrichtungen in Zusammenhang. Auch Reiserückkehrer spielen laut RKI zunehmend eine Rolle. Da nach wie vor kein Corona-Impfstoff verfügbar ist, schätzt das RKI die Gefährdung für die Gesundheit der Deutschen weiterhin als hoch ein. Risikogruppen seien sogar sehr gefährdet.

AHA-Regeln einhalten und Ansteckung vermeiden

Der Anstieg der Neuinfektionen ist laut RKI „sehr beunruhigend“. Eine weitere Verschärfung müsse deshalb unbedingt vermieden werden. „Das gelingt nur, wenn sich die gesamte Bevölkerung weiterhin engagiert, zum Beispiel indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent einhält – auch im Freien, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine Mund-Nasen-Bedeckung korrekt trägt“, teilt das RKI in seinem täglichen Lagebericht am Donnerstag mit.

Die sogenannten AHA-Regeln sollen hierbei helfen. Die Abkürzung AHA steht für Abstand, Hygiene und Alltagsmaske. In einem Video des Bundesministeriums für Gesundheit werden die Maßnahmen anschaulich erklärt.

Corona-Schutz: Diese Regeln sollten Sie beachten

Da die Corona-Pandemie noch nicht vorbei ist, gelten nach wie vor die Verhaltensregeln zum Infektionsschutz:

  • Abstand halten: Achten Sie auf einen Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen. Dies gilt insbesondere, wenn diese Symptome wie Husten, Schnupfen oder Fieber haben.
  • Hygiene beachten: Niesen oder husten Sie ausschließlich in die Armbeuge oder in ein Taschentuch. Vermeiden Sie es, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen und verzichten Sie bei Begrüßungen auf Händeschütteln oder Umarmungen. Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände, insbesondere wenn Sie nach Hause kommen, nach dem Niesen oder Husten, vor dem Essen, vor und nach dem Kontakt mit anderen Menschen, sowie vor und nach dem Benutzen einer Mund-Nasen-Bedeckung.
  • Alltagsmasken: Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung (Alltagsmaske) immer dort, wo es vorgeschrieben ist. Über die aktuellen Bestimmungen der Maskenpflicht informiert die Website der Bundesregierung. Auch wenn Sie Anzeichen einer Erkrankung bemerken oder in der Öffentlichkeit der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, sollten Sie eine Alltagsmaske tragen.

Größere Treffen vermeiden

Beschränken Sie darüber hinaus auch persönliche Begegnungen mit älteren oder chronisch kranken Menschen auf das Nötigste. Vermeiden Sie zudem größere Treffen oder Feiern im Freundes- und Familienkreis. Besuchen Sie öffentliche Einrichtungen nur, wenn es unbedingt erforderlich ist, und meiden Sie größere Menschenmengen. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln gelten bundesweit die Abstandsregeln sowie die Maskenpflicht.

Vor allem sollten Sie bei möglichen Symptomen einer Covid-19-Infektion sämtliche Kontakte vermeiden, einen Arzt sowie das zuständige Gesundheitsamt kontaktieren und sich zeitnah auf Sars-CoV-2 testen lassen.

RND

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