Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ein Herz für die Insel

Ahaus Die erste Begegnung mit der "Perle des Indischen Ozeans" war eher zufällig, eine der vielen späteren schicksalhaft. Und am Ende erwuchs daraus die Verantwortung und Freude zu helfen: Frank Böckhaus aus Ahaus hat eine Spendenaktion für Sri Lanka organisiert, die jetzt 20 Menschen vor der Erblindung durch grauen Star gerettet hat.

01.02.2008

Ein Herz für die Insel

<p>Für sein Hilfsprojekt auf Sri Lanka hat Frank Böckhaus vom dortigen Lions Club eine Glasskulptur erhalten. Grothues</p>

Rückblick ins Jahr 1985: Der damals 19 Jahre alte Frank Böckhaus hat sich durch Nachhilfestunden und Ferienjobs ein kleines Sümmchen Geld verdient: für seine erste große Reise, die er allein unternehmen will. Der Zufall führt ihn nach Sri Lanka. "Wenn ich ehrlich bin, wäre ich nach drei Tagen am liebsten wieder nach Hause gefahren - die Insel war mir so fremd, so arm und so rückständig. Ich fühlte mich, als hätte ich die Reise mit einer Zeitmaschine unternommen."

Doch dann entdeckt er die Schönheiten der Insel und ihrer Kultur. Und die Warmherzigkeit ihrer Menschen: "In einem kleinen Dorf lächelte mich ein alter Mann an. Diese Aufgeschlossenheit und Herzlichkeit Fremden gegenüber war eine ganz neue Erfahrung." Nach Deutschland zurückgekehrt begeisterte Frank Böckhaus auch seine Eltern für die Insel. Weitere Reisen - gemeinsam und allein - folgten. So erlebte und überlebte die Familie am 2. Weihnachtstag 2005 die Tsunamikatastrophe hautnah. Frank Böckhaus: "Wir haben wirklich großes Glück gehabt und eigentlich nur per Zufall überlebt. Zuerst habe ich die Flutwelle von meinem Hotelfenster im sechsten Stock als faszinierendes Naturschauspiel gesehen. Erst später offenbarte sich ihre ungeheure Zerstörungskraft." Das Elend der Menschen war für Frank Böckhaus und seinen Vater Franz-Josef die Initialzündung, ein Hilfsprojekt mit Unterstützung eines langjährigen einheimischen Bekannten zu starten.

Zunächst unterstützten sie mit Spendensammlungen das Waisenhaus Camilla Home für behinderte Kinder in Mattegoda. Anfang 2008 ermöglichten Spenden aus Ahaus, Stadtlohn, Schöppingen und Borken 20 Operationen für Bedürftige, die an Grauem Star erkrankt waren. Frank Böckhaus, inzwischen Rechtsanwalt in Ahaus, begleitete die Patienten auf dem Weg zur Augenklinik in Panadura. "Die große Dankbarkeit und Freude lässt sich nicht in Worte fassen", berichtet er. "Mich selbst hat es ganz besonders gefreut, dass wir auch einer 90-jährigen Dame helfen konnten - so sehr, dass ich mich auf jeden Fall weiter engagieren will." Weitere Infos unter Tel. 44 42 43. gro

Lesen Sie jetzt