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Lehrer der Lehrer feiert 95. Geburtstag

15.02.2008

Ahaus Er hat eine Zauberfibel geschrieben und auch viele Ahauser haben sie gelesen - oder lesen müssen, denn Mathematikbücher sind nicht jedermanns Sache. Prof. Dr. Fritz Bärmann, Erziehungswissenschaftler, Didaktiker und Schulbuchautor wird am morgigen Sonntag 95 Jahre alt. Seit elf Jahren lebt der Nestor der Lehrerausbildung im Hause seines Sohnes Thomas am Adlerweg in Ahaus.

Fritz Bärmann wurde 1913 im hessischen Flörsheim geboren. Das, so sagt er selbst, "liegt zwischen Goethe (Frankfurt) und Karneval (Mainz)". Kein Wunder also, dass Belesenheit und Humor den Pädagogen bis ins hohe Alter prägen. Als "Wandervogel" ist er in der Jugendbewegung aktiv gewesen und erkannte seine pädagogische Leidenschaft. Ein Studium indes konnte die allein erziehende Mutter nicht finanzieren. So erlernte Bärmann zunächst den Kaufmannsberuf. Doch dann sagte die Mutter: "Bub, du musst Lehrer werden".

Schon als junger Volksschullehrer fiel Bärmann wegen seiner akribischen Unterrichtsvorbereitung auf, so dass er schon bald in die Lehrerausbildung eingebunden wurde. 1955, Bärmann war Rektor einer Schule in Weilburg an der Lahn, erreichte ihn der Ruf an die Pädagogische Hochschule in Wuppertal. Dort und später an der Universität Wuppertal bildete er für ganz NRW zahlreiche Lehrer aus und veröffentlichte mehrere Mathematik- und Lesebücher. Zur Emeritierung wurde ihm die Ehrendoktorwürde verliehen.

Bärmann zeigt im hohen Alter nicht nur geistige Beweglichkeit: Mit 84 Jahren entschloss er sich mit seiner inzwischen verstorbenen Frau zum Umzug nach Ahaus. Rechtzeitig zum 95. Geburts hat er soeben sein pädagogisches Vermächtnis niedergeschrieben: "Kultur des Gedächtnisses und Ge- dächtniskultur". gro

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