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Per Pieks 300 Lebensretter ermittelt

20.02.2008

Ahaus Mit einem kleinen Pieks zum Lebensretter werden - diese Chance wollten sich gestern weit über 300 Ahauser nicht entgehen lassen. Eigentlich sollte die Registrierungsaktion im St. Marien-Krankenhaus für die Datenbank des Zentralen Kochenmarkspenderregisters bis 19 Uhr laufen, doch schon anderthalb Stunden früher mussten zahlreiche Registrierungswillige unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt werden, weil bereits 300 Glasröhrchen mit je zehn Milliliter Blut gefüllt waren. Damit waren die 10 000 Euro, die die Firma Tobit Software für die Aktion gespendet hatte, ausgeschöpft, denn die Untersuchung jeder Blutprobe kostet 50 Euro.

"Wir sind vom dem Andrang überwältigt", freute sich gestern Abend Maria Pier-Bohne, Öffentlichkeitsreferentin des Krankenhauses. "Wir haben daher spontan beschlossen, auf die Suche nach weiteren Sponsoren zu gehen, um im August einen weiteren Registrierungstermin anbieten zu können."

Nicht nur die Hilfsbereitschaft war groß, sondern auch der Wissensdurst: Über 80 Zuhörer fand bereits am Nachmittag der Vortrag von Dr. Bernhard Schrameyer, der die medizinischen Hintergründe erläuterte: Die Blutproben werden im Labor auf ihre HLA-Gewebemerkmale (Human Leukozyten Antigene) hin untersucht. Nur wenn diese mit denen eines Leukämieerkrankten überein stimmen, ist eine lebensrettende Knochenmark- oder Stammzellspende möglich. Die Chance für Patienten weltweit einen geeigneten Spender zu finden, ist seit gestern zumindest ein kleines bisschen größer. gro/sy- www.wsze.de

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