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Regiestuhl für Hendrik Dörr

Junger Ahauser inszeniert erstes Stück am badischen Staatstheater in Karlsruhe

25.05.2007

Dörr inszeniert Patrick Barlows «Der Messias» und wird mit diesem Stück Ende Oktober 2007 Premiere haben. Es handelt sich dabei um eine etwas schrille, chaotische und ziemlich kultige Version der Weihnachtsgeschichte. Mit britischem Humor betrachtet Barlow den Ursprung der christlichen Kultur und beleuchtet schwer erklärbare Phänomene und Wunder auf sehr menschliche Art und Weise. So lässt der Autor zwei ambitionierte Laienschauspieler in ihrem kleinen, etwas armseligen Theater die biblische Weihnachtsgeschichte neu erzählen - mit (un-)gewollten Unterbrechungen, Abschweifungen, emotionalen Ausbrüchen und Einbeziehung des Publikums. «Der Autor verlangt geradezu danach, dass sein Stück skurril in Szene gesetzt wird und dem komme ich natürlich gerne nach», erläutert der junge Regisseur. Dass es um Barlows Stück bei der Erstaufführung in Deutschland vor einigen Jahren auch recht harsche Proteste einiger Christen, insbesondere aus dem freikirchlichen Lager, gab, verunsichert Dörr keinesfalls. Im Gegenteil, ganz im Sinne des Autors habe er bei seiner Regieführung darauf geachtet, nahezu «liebevoll» den Blick des Publikums hinter die Kulissen der Heilsgeschichte und des Theaters zu lenken, und damit aus seiner Sicht jegliche Blasphemie vermieden. Wir wollten von ihm wissen, ob er sich am Ziel seiner beruflichen Wünsche sieht: «Ich möchte klarstellen, dass Sie mich im genannten Spielzeitführer ebenfalls unter der Rubrik ,Regieassistenz' aufgeführt finden, denn das ist nach wie vor mein offizieller Status an diesem Haus. Die Tatsache, dass ich dieses Stück als verantwortlicher Regisseur in Szene setzen kann, werte ich einerseits natürlich als Vertrauensbeweis und Anerkennung meiner bisherigen Arbeit, ist aber andererseits nicht so ungewöhnlich, weil von Regieassistenten, die sich beruflich weiter entwicklen wollen, früher oder später eine selbstständige Regiearbeit erwartet wird».

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