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"Wir hinken hinterher"

21.02.2008

"Wir hinken hinterher"

<p>Bei der Versammlung in Wüllen (v. l.) : Jörg Sümpelmann, Andreas Hemker (beide Landwirtschaftlicher Kreisverband), Bürgermeister Felix Büter, Kreislandwirt Heinrich Emming und Josef Ossege (Landwirtschaftskammer). Spark</p>

Wüllen "Die Stimmung bei den Bauern ist oft besser als ihre Kontoauszüge." Auf der Versammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbandes Wüllen am Dienstag in der Gastwirtschaft Schulte betonte Kreislandwirt Heinrich Emming, dass die positive Entwicklung der landwirtschaftlichen Erzeugerpreise in der hiesigen Region, in der die Landwirte ihr Einkommen überwiegend aus der Veredelung (Mast) erzielen, nicht uneingeschränkt stattgefunden hat: "Wir hinken hinterher."

Positiv haben sich die Getreidepreise und in geringerem Maße auch die Milchpreise entwickelt. Betroffen sind die hiesigen Landwirte aber durch die Entwicklung der Fleischpreise. Diese sind 2007 um 14 Cent/kg gesunken. Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel sind allerdings gestiegen. Von dem Betrag, um den der Handel die Nahrungsmittelpreise erhöht hat, "kommt längst nicht alles bei uns an.

Die Preiserhöhungen lassen sich nicht auf irgendwelche staatliche oder überstaatliche Maßnahmen zurückführen. Allein der Markt hat diese verursacht. Die Nachfrage nach Milch und Getreide wächst stärker als die Produktion.

Emming rief die Landwirte auf, bei der Vermarktung ihrer Produkte gemeinsam aktiv zu werden und sich nicht auf das Tätigwerden Dritter zu verlassen. Milchpreise und Schlachtviehpreise sollten mit gemeinsam ausgesuchten Abnehmern mit einer zeitlichen Festschreibung des zu zahlenden Preises ausgehandelt werden. Die aktuelle Situation der Landwirtschaft war Thema des Referates von Josef Ossege, Direktor der Landwirtschaftskammer Borken. Auch wenn mit Zuchtsauen 2007 nur ein negativer Gewinn erzielt werden konnte, müsse oberstes Gebot der Betriebsführung "Liquidität verbessern" sein. Dazu gehöre notwendig der Überblick über die (eigene) monetäre Situation.

Elektronische Anträge

ELAN (Elektronische Antragstellung auf Gewährung von Leistungen bei der Landwirtschaftskammer) soll die Antragstellung auf Formularen ersetzen. Einige Betriebe machen das dieses Jahr zur Probe. Ab 2009 soll die Antragstellung flächendeckend über PC erfolgen (der ausgefüllte Antrag sollte auf dem eigenen PC-Drucker ausgedruckt werden). Formulare werden dann nicht mehr zugeschickt. Vorteil dieser Form der Antragstellung ist, dass die vorhandenen (gespeicherten) Anträge im folgenden Jahr (berichtigt) wieder verwendet werden können. sp

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