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Würdig begleiten

Ahaus/Kreis Ärzte, Apotheken, Pflegedienste, Ehrenamtliche, Seelsorger, Familienangehörige, Freunde und andere Bezugspersonen - sie alle sollen nach Vorstellungen der Caritas Pflege & Gesundheit in die Betreuung und Begleitung unheilbar kranker Menschen integriert werden.

29.02.2008

"Im Sinne der Betroffenen halten wir es für immens wichtig ein Netzwerk zu schaffen, in das verschiedene Berufsgruppen und Dienste eingebunden werden", sagt Matthias Wittland, Fachbereichsleiter Pflege & Gesundheit beim Caritasverband.

Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation beinhaltet palliative Versorgung die wirksame und ganzheitliche Behandlung von Patienten, "deren Krankheit nicht mehr behandelbar ist". Dabei stehen die erfolgreiche Behandlung der Schmerzen und weiterer Symptome sowie die Hilfe bei psychologischen, sozialen und seelsorgerischen Problemen an erster Stelle. Ziel ist, bestmögliche Lebensqualität für Patienten und deren Familien zu erreichen.

Diese Definition spiegelt die Erfahrungen bei Caritas Pflege & Gesundheit wider: "Die Menschen haben weniger Angst vor dem Tod. Sie fürchten sich viel mehr vor den mit ihrer Krankheit verbundenen Schmerzen", weiß Matthias Wittland. Außerdem äußerten die meisten Patienten den Wunsch, zu Hause sterben zu wollen.

Seit einem Jahr hat Caritas Pflege & Gesundheit die eigenen Strukturen so weit aufgebaut, dass in jedem Ort des Altkreises Ahaus Ansprechpartner für ambulante palliative Dienste zur Verfügung stehen.

Rat und Hilfe

Die mit einer Zusatzausbildung versehenen Krankenschwestern und -pfleger sowie Altenpflegekräfte beraten die Familien, führen die Palliativpflege in Zusammenarbeit mit dem Arzt durch, leisten Sterbebegleitung und psychosoziale Beratung.

Falls eine Begleitung und Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist, arbeitet die Caritas Pflege & Gesundheit eng mit dem Hospiz in Stadtlohn zusammen. Auch zu den ehrenamtlichen Hospizgruppen bestehen enge Kontakte.

Für Wittland besteht die Arbeit in Zukunft auch darin, für eine grundsätzliche Änderung der Haltung zum Sterben zu sorgen. Parallelen von palliativer Versorgung zu Sterbehilfe weist er zurück: "Was wir mit dem Betreuungskonzept zur Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase leisten, könnte man vielleicht besser als Lebensbegleitung bezeichnen, weil auch das gesamte Umfeld des Kranken einbezogen wird."

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