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Zigtausende schunkeln im Regen

Ahaus/Stadtlohn Egal, ob Hexen, Indianer oder Panzerknacker: Das Kostüm war gestern erst mit einem Regenschirm wirklich perfekt. Aber davon ließen sich die zigtausend Närrinnen und Narren an den Rosenmontagszügen in Wüllen, Ottenstein und Stadtlohn die gute Stimmung nicht verdüstern - im Gegenteil.

04.02.2008

Schunkeln ist das beste Rezept gegen kalte Füße, und Applaudieren und Winken hilft, die Hände zu wärmen. Auch der Schminke der rotgesichtigen Teufel und farbenfrohen Clowns konnte der Regen nichts anhaben. Schließlich sind die Farben wasserbeständig - da kussecht.

Das "rote Pferd" - der Karnevalsschlager der Session - lief im gestreckten Galopp durch alle drei Karnevalshochburgen der Region, dicht gefolgt von internationalen Party-Hits und Karnevalsliedern vom Rhein. Thematisch waren sich die Karnevalisten in Klein-Köln, auf der Feste Ottenstein und in der heimischen Hochburg Stadtlohn nicht so einig und setzten ganz individuelle Akzente.

In Ottenstein beschäftigten sich die Aktiven im Zug nicht nur mit Glimmstängeln, sondern auch mit qualmenden Schloten, die das Erdklima erwärmen - wohl auch zum Ärger von Eisbär Knut. Der präsentierte sich in Klein-Köln geklont: Gleich zig weiße Petze tanzten auf dem nassen Pflaster Samba. Die Wüllener verstanden sich aber nicht nur auf latein amerikanische Tänze, sondern auch auf Radsport: Die Doping-Sünden der Profis ließen die Westmünsterländer, die allesamt Freizeitradler sind, nur mit dem Kopf schütteln.

Die Stadtlohner dagegen gaben sich weniger politisch und verbreiteten lieber international gute Laune: Ob Indianer, Cowboys, Geishas, Mexikaner oder Gespenster aus der Unterwelt - sie alle verstanden sich darauf, eine ausgelassene Party zu feiern. Das steckte an: Trotz Dauerregens taten es die Jecken, die dicht gedrängt die Straßen säumten, ihnen gleich.

Der früheste Rosenmontag seit langem machte dem Winter überall (schöne) Beine - und Lust auf Sonne. sy-

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