Albtraum-Überfall auf Seniorin: Richter verhängen mehr als sechs Jahre Haft

hzProzess

Nach einem brutalen Raubüberfall auf eine Seniorin in einem Wohnhaus ist ein 25-jähriger Serieneinbrecher verurteilt worden. Das Opfer leidet bis heute an seelischen Beeinträchtigungen.

Bochum

, 08.05.2020, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei der „Albtraum-Tat“ vom 15. März 2019 hatten sich die Ereignisse überschlagen. Die damals 74 Jahre alte Hauseigentümerin hatte es sich gegen 20.15 Uhr bereits im Bett gemütlich gemacht und den Fernseher eingeschaltet, als sie plötzlich von zwei Einbrechern überrumpelt und attackiert worden war.

Die Täter bedrohten die ältere Dame mit einem Schraubendreher am Kopf, drängten sie in das Untergeschoss, wo sie sich zunächst von ihr 500 Euro Bargeld aus einer Handtasche übergeben ließen. Als der Angeklagte und sein Komplize danach aber nicht lockerließen und weitere Wertgegenstände von der Seniorin forderten, eskalierte die Situation.

Die damals 74-Jährige riss sich los, rief um Hilfe, wurde von den Tätern jedoch schnell wieder eingeholt. Die ältere Dame wurde von den aufgebrachten Einbrechern zunächst brutal geschlagen, dann mit Paketklebeband gefesselt und schließlich in das Gäste-WC gesperrt.

Anschließend durchkämmten der Angeklagte und sein Komplize das Haus und verschwanden schließlich mit Bargeld, Schmuck und Münzgeld im Gesamtwert von 12.000 Euro. Die Seniorin ließen sie zunächst gefesselt zurück. Der 74-Jährigen war dann aber die Flucht zu einem Nachbarn gelungen.

In das Urteil miteinbezogen wurden auch noch Einbruchscoups in Herne, Gladbeck und Oberhausen. Die Richter der 13, Strafkammer würdigten beim Urteil zwar das schonungslose Geständnis des Angeklagten. Durch mehrere einschlägige Vorstrafen und bei einer Mindeststrafe von allein fünf Jahren für die Raubtat war eine mildere Strafe aber nahezu ausgeschlossen. Das Urteil ist rechtskräftig, der Angeklagte hat die Strafe akzeptiert.

Lesen Sie jetzt