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Auf der Außenbahn: Trotz Navi auf Irrwegen

CASTROP-RAUXEL Sie alle sind unterwegs: Christopher Hols auf Abwegen mit seinen Basketballern, Wolfram Wuttke in Baden-Württemberg und Baris Özbek in der alten Heimat. Dazu gesellen sich Jürgen Maurer, Klaus Zmyslony und Michael Esser. Heute bei uns auf der Außenbahn.

von Von Carsten Loos, Marc Stommer und Jürgen Weiß

, 26.02.2008

Christopher Hols, Basketball-Abteilungsleiter des Castroper TV, sollte als Aufstiegsprämie für den designierten Meister der 2. Kreisliga vielleicht über ein gemeinsames Navigationsgerät für die gesamte Mannschaft nachdenken. "Offenbar funktionieren Castroper Navis in Gelsenkirchen nicht", stellte Hols nach dem vorgezogenen Spiel bei der BG Buer am späten Donnerstagabend (21. Februar) fest. Schon vor der Begegnung gegen die Citybaskets Gelsenkirchen waren die Castroper Korbjäger von der modernen Technik ausgebremst worden: Trotz Navigationsgerät kamen die Castrop-Rauxeler erst spät am Spielort an und hatten nur wenig Zeit für ihr Aufwärmprogramm. In Buer verfuhr sich die CTV-Fahrgemeinschaft trotz moderner Navigationsgeräte erneut. Beide Spiele wurden mit einem Korb Unterschied gewonnen: Zumindest treffen die CTV-Cracks den Korb punktgenau.

 

Wolfram Wuttke, "Castrop-Rauxeler Junge" (wie ihn jetzt die Süddeutsche Zeitung in einem Interview bezeichnete), ehemaliger Fußball-Nationalspieler und Olympia-Dritter von 1988, ist wieder im Fußball aktiv. Der frühere Profi beim FC Schalke 04, 1. FC Kaiserslautern, Hamburger SV und 1. FC Saarbrücken sowie bei Borussia Mönchengladbach und Espanyol Barcelona, übernahm jetzt zumindest für den Rest der Saison den Job des Sportdirektors beim baden-württembergischen Oberligisten TSV Crailsheim. Wuttke (46) war nach einer Erkrankung vor ein paar Jahren Privatier und kümmerte sich beim TC GW Bork um das Training des Tennis-Nachwuchses. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung räumte der gebürtige Europastädter auf die Frage ein, wie er denn in seiner neuen Aufgabe als Sportdirektor mit einem Spieler umgehen würde, der so freche Sprüche reißen würde wie der junge Spieler Wuttke ("Du machst Dir ja vor Dir selbst in die Hose", gegenüber einem Linienrichter): "Ich würde noch zwei von dieser Sorte dazu holen."

 

Baris Özbek, von der Spvg Schwerin stammender Fußballprofi beim türkischen Club Galatasaray Istanbul, erlebte jetzt eine nicht so angenehme Rückkehr in seine Heimat. Im Zwischenrunden-Rückspiel bei Bayer Leverkusen musste der 21-jährige deutsche U21-Nationalspieler mit seinem Team eine 1:5-Niederlage und das "Aus" im UEFA-Cup hinnehmen. Trostpflaster für Özbek: Trainer Karl-Heinz Feldkamp vertraute weiter auf den Europastädter, den er im Sommer von RW Essen verpflichtet hatte, und ließ ihn durchspielen.

Wieder zurück in der Türkei, kassierte die Özbek-Elf zu allem Überfluss eine 0:1-Niederlage gegen das "Schlusslicht" Kasimpasaspor. Immerhin: Die Tabellenführung in der Süper Lig haben Özbek und Co. weiter inne.

 

Jürgen Maurer, "Mädchen für Alles" für die Fußballer beim Bezirksliga-Absteiger SuS Merklinde, hatte es am Sonntag (24. Februar) besonders eilig. Schon vor 16.30 Uhr bimmelte er erstmals am Redaktions-Telefon der Ruhr Nachrichten an, um zu erfahren, wie denn wohl der Landesligist VfB Habinghorst gegen den SV Sodingen gespielt habe. Da war die Partie, die bereits nach der fußballerischen Sommer-Zeit um 15 Uhr angepfiffen worden war, aber noch gar nicht beendet. Also musste Maurer kurz nach der Abpfiff-Zeit ein zweites Mal zum Hörer greifen. Doch da war der RN-Berichterstatter noch nicht zurück aus der Kampfbahn Habichthorst. Aller guten Dinge waren schließlich drei für Maurer - und das mit einem Happy-End: Im dritten Anlauf erfuhr er endlich vom 1:0-Sieg der Habinghorster.

 

Klaus Zmyslony, Altherren-Fußballspieler des VfB Habinghorst, hatte bei der diesjährigen Stadtmeisterschaft schon beim Betreten der Umkleidekabinen ein gutes Gefühl: "Clever, die haben doch tatsächlich wieder die Endspielgegner in eine Kabine gepackt", meinte Zmyslony spaßeshalber dazu, dass sich die Abonnementsieger VfB und Spvg Schwerin eine Umkleide teilten. Der VfB erfüllte seinen Teil, zog ins Endspiel ein und holte sich den Titel. Die Spvg stolperte in der Vorrunde. Die Schweriner waren trotz allem zum Feiern ausgerüstet und warteten in der Kabine mit ihrem mitgebrachten "Ghettoblaster" auf den VfB. Letzten Samstag (13. Februar) auf dem Feld revanchierte sich die Spvg mit einem 6:2-Sieg - und der VfB gab den Ghettoblaster wieder zurück.

 

Michael Esser, Torwart des Fußball-Landesligisten SV Sodingen, hatte beim "Heimspiel" am Sonntag (24. Februar) im Habichthorst zum Familientag eingeladen: Vater Uwe (Trainer SV Wacker) nebst Gattin begutachteten die Leistung ihres Filius. Sie hatten nichts daran auszusetzen, zufrieden mit dem Ergebnis (0:1 aus Sodinger Sicht) schienen sie aber nicht. Ob noch andere Beobachter vor Ort waren, ist nicht überliefert - jedenfalls soll Michael Esser ein Angebot der Oberliga-Amateure des VfL Bochum vorliegen.

    

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