Auto fährt in Essen in Menschenmenge: 12 Verletzte, eine Person noch in Lebensgefahr

Schwerer Verkehrsunfall

Eine Autofahrerin ist Samstag mit einem BMW an einer Straßenbahn-Haltestelle in Essen-Frohnhausen in eine Menschenmenge gefahren. Eine Person schwebt am Montag weiter in Lebensgefahr.

Essen

02.03.2020, 12:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwölf Menschen wurden verletzt, drei schweben in Lebensgefahr.

Zwölf Menschen wurden verletzt, drei schweben in Lebensgefahr. © Stephan Witte/KDF-TV & Picture/dpa

Eine 81-jährige Seniorin ist am Samstag (29.2.) gegen 17 Uhr mit ihrem Auto in eine Menschenmenge an einer Straßenbahn-Haltestelle in Essen-Frohnhausen gefahren.

Dabei sind nach Angaben der Polizei 12 Menschen verletzt worden. Unter ihnen sei auch die 81 Jahre alte Autofahrerin, die an der Haltestelle in eine Menschenmenge gefahren war. Sie sei ebenso im Krankenhaus wie ihr Beifahrer, ein älterer Mann.

Eine verletzte Person schwebt auch am Montag (1. März) noch in Lebensgefahr, ihr Zustand sei unverändert, sagte ein Polizeisprecher. Zwei weitere Personen seien mittlerweile aus dem kritischen Bereich heraus, würden aber weiterhin im Krankenhaus behandelt. Vier Menschen seien schwer und fünf leicht verletzt worden.

Polizeisprecher: „Überall lagen Verletzte auf der Straße.“

Die Straßenbahn hatte laut Polizei gegen 17.15 Uhr an der Haltestelle Gervinusstraße gehalten und die Fahrgäste waren ausgestiegen. In diesem Moment soll die Seniorin mit hoher Geschwindigkeit ungebremst in die aussteigenden Menschen gefahren sein.

Einsatzkräfte versorgen die Verletzten am Unfallort.

Einsatzkräfte versorgen die Verletzten am Unfallort. © Stephan Witte/KDF-TV & Picture/dpa

Als die Einsatzkräfte mit einem Großaufgebot an der belebten Kreuzung im Stadtteil Frohnhausen eintrafen, habe sich ein schlimmes Bild geboten, sagte der Polizeisprecher. „Überall lagen Verletzte auf der Straße.“ Viele Zeugen standen unter Schock.

Zahlreiche Passanten leisten Ersthilfe

Zahlreiche Passanten hätten sich bereits um die Menschen gekümmert, ehe Notärzte und Sanitäter die Versorgung übernahmen. „Es hatten wirklich alle Verletzten jemanden an ihrer Seite, das war ganz vorbildlich“, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Oft hilft es ja schon, wenn jemand dem Verletzten einfach gut zuredet.“

Die Haltestelle befindet sich nach Polizeiangaben in der Mitte der Straße, so dass die Fahrgäste die Fahrbahn überqueren müssen. Für die nachfolgenden Autos gebe es dort eine Ampel. Die Polizei will nun Zeugen befragen, um zu ermitteln, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Nach ersten Erkenntnissen geht sie von einem Unfall aus.

Fahrtüchtigkeit der Seniorin wird geprüft

Die Polizei geht von einem Unfall aus. Die 81-Jährige habe aber noch nicht zum Ablauf vernommen werden können. Ihr sei eine Blutprobe entnommen worden, um die Fahrtüchtigkeit zu prüfen, sagte Wickhorst. Auch werde das Fahrzeug auf technische Fehler überprüft. Nicht auszuschließen sei, dass ein Fahrfehler ursächlich sein könnte, dass die Fahrerin etwa Gas und Bremse verwechselt haben könnte.

kar/iri/dpa

Lesen Sie jetzt