Autofahren bei Sturm und Unwetter: Tipps für Autofahrer

ADAC

Orkanartige Böen, schlechte Sicht, überflutete Straßen. Wind und Wetter können Autofahrer vor unvorhersehbare Gefahren stellen. Der ADAC hat Tipps für das Autofahren bei Sturm und Unwetter.

17.08.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alle Zeichen auf Sturm: Bei starkem Wind müssen Autofahrer noch vorsichtiger und konzentrierter sein als sonst.

Alle Zeichen auf Sturm: Bei starkem Wind müssen Autofahrer noch vorsichtiger und konzentrierter sein als sonst. © picture alliance/dpa

Mehrmals im Jahr sorgen Stürme und Unwetter für schlechte Wetterbedingungen. Für den Verkehr sind Orkane, Starkregen und die damit verbundenen Widrigkeiten eine Herausforderung. Die Gefahr von Unfällen nimmt zu.

Angesichts der Unwetterwarnungen für die kommende Woche sollten sich Autofahrer über sicheres Fahren bei Wind und Wetter informieren. Der ADAC bietet auf seiner Website entsprechende Sicherheitstipps an.

Worauf Autofahrer bei Sturm achten müssen

Generell rät der ADAC Autofahrern, bei schwerem Sturm und Orkanwarnung auf das Auto oder Motorrad lieber zu verzichten. Wer keine wichtigen Termine hat, sollte für die Dauer der Sturmwarnung das Fahrzeug stehen lassen.

Wer doch fährt, sollte sich vor der Fahrt über die Verkehrssituation informieren und die Route sorgsam auswählen. Baumreiche Strecken sollten gemieden werden, hier herrscht erhöhte Gefahr durch herabfallende Äste oder gar umstürzende Bäume. Dachlasten wie Fahrräder oder Dachboxen bieten eine größere Angriffsfläche für Wind und sollten vor der Fahrt abmontiert werden.

Reduzierte Geschwindigkeit, Vorsicht vor Seitenwind

Das Wichtigste ist, die Geschwindigkeit zu senken, da starker Wind das Fahrzeug aus der Bahn bringen kann. Bei langsamer Fahrt können Autofahrer besser reagieren, und Ausweichmanöver sind weniger riskant. Besonders auf Brücken, in Waldschneisen oder an Tunnelausfahrten können Seitenwinde das Fahrzeug zur Seite drücken. Auch beim Überholen von Lastwagen und Bussen gilt erhöhte Aufmerksamkeit.

Wohnmobile und Transporter können umkippen

Besonders vorsichtig müssen Fahrer von hohen Fahrzeugen wie Wohnmobilen oder Transportern sein. Sie sind besonders anfällig für Seitenwind und können im schlimmsten Fall umkippen.

Aquaplaning: Auto fahren auf überfluteten Straßen

Ein niedriges Tempo ist auch wichtig, wenn Starkregen die Fahrbahn plötzlich überflutet. Die Gefahr durch Aquaplaning nimmt dann zu. Bei hoher Geschwindigkeit verdrängen die Vorderreifen das Wasser nicht schnell genug, es bildet sich ein Wasserkeil zwischen Reifen und Fahrbahn. Das beeinträchtigt Lenk- und Bremsfähigkeit des Fahrzeugs.

Der ADAC empfiehlt Autofahrern, das Tempo an die Verhältnisse anzupassen und die Fahrbahn aufmerksam zu beobachten. Die regelmäßige Überprüfung der Scheibenwischer und des Reifendrucks sowie der Profiltiefe erhöht die Sicherheit ebenfalls.

Aufmerksam und vorausschauend fahren

Dieser Ratschlag sollte sowieso generell gelten: Eine vorausschauende und umsichtige Fahrweise ist der beste Schutz in Gefahrensituationen wie Sturm und Unwetter. Das heißt, beide Hände aufs Lenkrad und den Blick auf die Straße gerichtet. Ablenkungsquellen wie laute Musik oder Telefongespräche – auch über eine Freisprechanlage – sind besser zu vermeiden.

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