Autofahrer rast auf A44 mit über 200 km/h - obwohl nur 80 erlaubt war

Verkehr

Ein Raser ist auf der A44 bei Witten in ganz neue Dimensionen von überhöhter Geschwindigkeit vorgestoßen. Die Strafe für sein Vergehen fällt deftig aus.

Witten

19.08.2020, 11:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Autofahrer nahm es mit der Geschwindigkeit nicht so genau (Symbolbild).

Ein Autofahrer nahm es mit der Geschwindigkeit nicht so genau (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Ein Autofahrer aus Oer-Erkenschwick ist am Dienstag auf der A44 in Fahrtrichtung Bochum, Anschlussstelle Witten, wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Polizei angehalten worden. An sich kein ungewöhnlicher Vorgang, wenn da nicht der enorme Geschwindigkeitsverstoß des Kraftfahrers gewesen wäre: Ganze 126 Stundenkilometer fuhr der 32-Jährige zu schnell.

Aktuell sind auf dieser Höhe der Autobahn 80 km/h erlaubt. Zivile Beamte konnten mit einem sogenannten ProViDa-Fahrzeug sage und schreibe 206 km/h bei dem vorausfahrenden Raser messen, berichtete die Polizei Dortmund.

Zum besseren Verständnis erklärten die Beamten in ihrer Pressemitteilung den Unterschied zwischen Autobahn und Rennstrecke:

„Die Autobahn. Eine Fernverkehrsstraße, gemacht für den Schnellverkehr mit Kraftfahrzeugen. Die empfohlene Richtgeschwindigkeit beträgt in Deutschland 130 km/h, sollten Verkehrsschilder eine geringere Geschwindigkeit nicht bindend vorgeben.

Die Rennstrecke. Eine Rennstrecke ist eine abgegrenzte Strecke, auf der Geschwindigkeitswettbewerbe ausgetragen werden. Die Höchstgeschwindigkeit ist in der Regel nicht limitiert. Hauptsächlich für professionelle Fahrer.“

Vorgesehen für den Verstoß sind ein dreimonatiges Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und ein Bußgeld in Höhe von 1200 Euro. Zudem schrieben die Beamten einen Bericht an die zuständige Stelle, um einmal die charakterliche Geeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen zu prüfen.

ots

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