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Polizei nimmt Autofahrer fest, der in Menschenmenge raste

Möglicher Suizidversuch

Ein Mann fährt in Recklinghausen mit einem Auto in eine Menschenmenge. Spurenauswertung und Befragungen legen nahe, dass sich Fahrer umbringen wollte. Die Polizei nimmt ihn fest.

Recklinghausen

von dpa

, 21.12.2018
Polizei nimmt Autofahrer fest, der in Menschenmenge raste

Der Fahrer des Wagens ist in Recklinghausen in eine Gruppe wartender Menschen an einer Bushaltestelle gerast und hat mehrere Personen verletzt. © dpa

Die Polizei hat den Autofahrer, der in Recklinghausen in eine Menschenmenge an einer Haltestelle gerast ist, im Krankenhaus festgenommen. Die Ermittler gehen auf Grundlage von Spuren am Tatort und Befragungen von einem Suizidversuch aus, wie es in einer Mitteilung der Polizei vom Freitag hieß. Die Staatsanwaltschaft Bochum übernahm die Ermittlungen gegen den Mann.

Senioren tödlich verletzt

Bei seiner Fahrt in die Menschenmenge war eine 88 Jahre alte Seniorin tödlich verletzt worden. Der aus Herten stammende 32-Jährige sei in der Vergangenheit bereits in psychiatrischer Behandlung gewesen, auch die Wohnungsdurchsuchung habe kein anderes Motiv nahegelegt. Zum Tatzeitpunkt am Donnerstag sei der Mann nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis gewesen. Er wurde in einer Psychiatrie untergebracht.

Der Mann war mit seinem Auto in Richtung Stadt unterwegs gewesen, als er von seiner Fahrbahn abkam und auf der Gegenseite in die an einer Haltestelle wartende Menge raste. Ob er dabei unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand, war noch unklar.

Zwei Opfer am Freitagnachmittag noch im Krankenhaus

Neben dem Todesopfer erlitten acht Menschen teils schwere Verletzungen. Die Verletzten befanden sich im Alter von 16 bis 67 Jahren und stammen aus Recklinghausen, Essen und Haltern am See. Weitere Personen mussten vor Ort betreut werden. Auch der Fahrer wurde verletzt. Von den Opfern befanden sich am Freitagnachmittag noch zwei im Krankenhaus, ihr Zustand war stabil.

Wir haben uns entschieden, in der Regel nicht über Selbsttötungen zu berichten – außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.
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