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Basketball: Krimi mit Verlängerung und Happy End

WERNE Einen packenden Krimi haben die Regionalliga-Basketballer des TV Werne und die Baskets Lüdenscheid inszeniert. Und weil‘s so spannend war, legten beide Teams noch eine Extra-Schicht ein. Mit dem besseren Ende für die Werner – der TV setzte sich mit 109:107 nach Verlängerung durch. Doch bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit.

von Von Dominik Möller

, 10.02.2008
Basketball: Krimi mit Verlängerung und Happy End

Flem Tucker war maßgeblich am hauchdünnen Sieg der Werner beteiligt.

Regionalliga TV Werne - Baskets Lüdenscheid 109:107 n. V. (25:29, 28:23, 28:20, 18:27, 10:8)

Wenn zwei Top-Teams aufeinandertreffen, ist es entweder ein sterbenslangweiliges taktisches Geplänkel oder ein hochklassiges, unterhaltsames und mitunter rassiges Spielchen. Letzteres trifft auf den Vergleich zwischen Werne und Lüdenscheid zu. Vom Sprungball an untermauerten beide Teams ihre Ambitionen, die Halle als Sieger zu verlassen. Das Tempo war hoch, die Aktionen spektakulär. Und das Publikum?

Lange hat die Ballspielhalle nicht mehr so ein Fest auf den Rängen erlebt wie am Samstagabend. Schon als Radovan Cavlin den ersten TV-Angriff per Dreier abschloss, kochte die Stimmung. Mit „Ooohs“ und „Aaahs“ begleiteten die Zuschauer jede Aktion auf dem Feld. Immer wiederkehrende Schlachtrufe rundeten das Bild ab. „So war‘s schon lange nicht mehr“, freute sich auch Jürgen Henke, der Vorsitzende der TV-Basketball-Abteilung. Aber: zurück zum Spiel.

Lüdenscheid nie um eine Antwort verlegen

Mit Beginn des zweiten Viertels gab das Team von Coach Ivan Rosic endgültig den Ton – allerdings waren die Lüdenscheider nie um eine Antwort verlegen. Im Gegenteil. Es blieb eng. Ganz stark im zweiten Viertel: die Werner Youngster. Max Schulze Pals und Frederik Meinert mischten munter mit. Herausragend auf Werner Seite war indes Nemanja Krstic. Er lenkte die Partie – und scorte fast nach belieben.

Als die Hausherren bereits auf 73:62 (27.) enteilt waren, schien der Lüdenscheider Widerstand schließlich gebrochen. Es blieb beim Schein. Denn tatsächlich trafen die Bergstädter jetzt aus fast allen Lagen. Vor allem die Lüdenscheider Amis übernahmen jetzt die Kontrolle – Eric Avery, Osa Esene und Collin Oriard hielten ihr Team mit Unterstützung von Dragan Ilic im Spiel.

Doch die Werner kämpften zurück. Flem Tucker ließ es per Dunking richtig krachen (97:95, 38.). Lüdenscheid antwortete postwendend. Jens Langos traf zur erneuten Werner Führung (99:97, 38.). Der Ausgleich ließ wiederum nicht lange auf sich warten. Und dann wurde es dramatisch. Max Schulze Pals verlor 7,9 Sekunden vor Schluss den Ball – Einwurf Lüdenscheid. Esene versuchte sein Glück – traf aber nicht. Verlängerung also.

Tucker legte zweimal vor, bevor er sein fünftes Foul kassierte. Schulze Pals legte nach. Lüdenscheid blieb dran. Am Ende war es wieder Esene, der zur tragischen Figur wurde. Er hatte den erneuten Ausgleich, sogar den Sieg in der Hand – verlor aber die Uhr aus den Augen. Künstlerpech.

 

  

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