Bei Anruf Krankschreibung: Neue Regelung wegen Coronavirus gilt bundesweit

Arbeitsrecht

Um Ärzte und Patienten zu entlasten, müssen Arbeitnehmer für eine Krankschreibung bei Erkältung nicht mehr in eine Praxis - ein Anruf soll ausreichen. Die Regelung ist vorerst befristet.

Berlin

03.04.2020, 06:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei Erkältungssymptomen reicht künftig ein Anruf beim Arzt für eine Krankschreibung.

Bei Erkältungssymptomen reicht künftig ein Anruf beim Arzt für eine Krankschreibung. © Sina Schuldt/dpa

as Coronavirus geht um - und um Arztpraxen zu entlasten, gilt nun in Deutschland eine Sonderregelung: Wer an einer leichten Erkrankung der oberen Atemwege leidet, kann sich nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt krankschreiben lassen. Darauf weist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hin.

Dann gilt die Ausnahmeregel:

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) kann der Arzt Patienten den Informationen zufolge für maximal sieben Tage ausstellen, ohne dass Arbeitnehmer dafür in die Praxis kommen müssen.

Gegebenenfalls kann die AU dann etwa per Fax an den Arbeitgeber oder den Arbeitnehmer übermittelt werden. Die Ausnahmeregel gilt etwa für Erkältungen oder grippale Infekte, aber nicht für Patienten mit schwerer Symptomatik.

Maßnahme gilt nicht für Corona-Verdachtsfälle

Genauso wenig fallen darunter Menschen, die Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit Covid-19 erfüllen. Diese werden ohnehin gebeten, nicht einfach zum Arzt zu gehen. Stattdessen sollten Sie sich vorab telefonisch melden, in den Bundesländern gibt es dazu mehrere Hotlines.

Auf diese Maßnahme haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband am Montag, den 9. März 2020 verständigt.

RND/dpa

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