Beim Heimathaus Burlo ist ein Ende der Arbeiten in Sicht

hzHeimathaus Burlo

Bei den Arbeiten am Burloer Heimathaus ist inzwischen ein Ende in Sicht. Jetzt suchen die Mitglieder des Heimatvereins aber erst mal nach weiterer Unterstützung von jüngeren Freiwilligen.

von Michael Schmitt

Borken

, 27.08.2019, 11:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit dem ersten Spatenstich für den Neubau des Heimathauses in Burlo ist der Baufortschritt am Vennweg nun kaum mehr zu übersehen. Die Außenanlagen rund um die Schirmschoppen, das separate Sanitärgebäude sowie das Hauptgebäude sind zwischenzeitlich begrünt. Einzig die großflächige Pflasterung vor dem Eingang des Hauptgebäudes steht noch auf dem Plan der unermüdlichen Baukolonne.

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Im Moment allerdings muss diese Arbeit noch warten, da im Inneren zunächst die Flächen zwischen den über 200 Jahre alten Holzbalken der Fachwerkkonstruktion ausgekleidet werden müssen. „Mittlerweile ist der Estrichboden auf der Fußbodenheizung eingebracht worden. Bevor der Boden abschließend gefliest werden kann, müssen erst einmal die Wandflächen entsprechend verkleidet werden“, erklärt Werner Stenkamp, Vorsitzender des Heimatvereins. Neben dem glatt gestrichenen Betonboden und der imposanten Fachwerkkonstruktion gibt es hier bereits eine Menge sehenswerter Feinarbeiten zu bestaunen.

Wendeltreppe

In die „Upkamer“, einen etwas höher gelegenen, kleinen Raum eines typisch westfälischen Bauernhauses, führt eine Holzstiege aus dem 16. Jahrhundert. Diese war ein Geschenk des ortsansässigen Architekten Lehnen und wurde vor Ort passend zugeschnitten, berichtet Stenkamp. Direkt gegenüber dieser Stiege steht ein deckenhoch errichteter Kaminofen. Er ist verziert mit Fliesen aus Weseke (Hof Enning) und importierten Fliesen aus Spanien. Auf halber Raumhöhe gibt es einen antik wirkenden Holzrahmen sowie beidseitig Sandsteinsäulen, die vom Heimatverein Weseke gestiftet wurden.

Die Tritte der Wendeltreppe, über die später Besucher in die geplante Ausstellung im Obergeschoss steigen werden, sind aktuell nur mit einem hölzernen Provisorium belegt. Die Stufen aus altem Eichenholz sind noch in Arbeit. Für den Beobachter ist kaum zu glauben, dass die handwerklichen Arbeiten fast alle von freiwilligen Helfern des Heimatvereins erledigt wurden.

Helfer gesucht

Für den weiteren Innenausbau benötigt die „Baukolonne“ nun Unterstützung durch jüngere Leute. „Die anstehenden Arbeiten werden zum größten Teil vom aufgebauten Gerüst ausgeführt. Das fällt unserem Bautrupp, der überwiegend aus Männern im Rentenalter besteht, etwas schwer“, betont Stenkamp und bittet daher um Hilfe. Am kommenden Samstag, 31. August, von 8 bis 14 Uhr erhoffen sich die Handwerker des Heimatvereins rege Beteiligung durch Freiwillige.

Für den Abschluss der Arbeiten und die Eröffnung des Heimathauses, wollte Stenkamp noch keinen Termin nennen.

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