Beim Spaziergang nicht ohne Grund Feldhasennachwuchs „retten“

Verein Tierretter klärt auf

Sie scheinen mutterlos zu sein: Kleine Feldhasen, die irgendwo auf Acker oder Wiese liegen. Der Verein Tierretter aus Reken klärt auf und appelliert: Die Hasen sind nicht schutzlos, sie sollten nicht angefasst werden.

Kreis Borken

, 11.02.2021, 14:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hier ist der Unterschied zu sehen: Links ein junger Feldhase, rechts ein junges  Wildkaninchen. Feldhasen sollten nicht angefasst werden, wenn man sie irdendwo vorfindet. Es sei denn, sie sind verletzt und brauchen Hilfe, so der Verein Tierretter aus Reken.

Hier ist der Unterschied zu sehen: Links ein junger Feldhase, rechts ein junges Wildkaninchen. Feldhasen sollten nicht angefasst werden, wenn man sie irdendwo vorfindet. Es sei denn, sie sind verletzt und brauchen Hilfe, so der Verein Tierretter aus Reken. © Verein Tierretter e.V.

Der Verein Tierretter auf Reken macht darauf aufmerksam, wie mit dem Nachwuchs von Feldhasen umzugehen ist: „Es geht wieder los... die ersten Feldhasenbabys sind bereits geboren und es werden demnächst wieder viele vermeintlich mutterlose Hasenbabys eingesammelt und somit der Mutter und einer artgerechten Aufzucht entzogen“, schreiben die Tierretter aus dem Kreis Borken auf ihrer Facebookseite. Und machen deutlich: „Dieses ist ein schwerwiegender Eingriff in die Natur und schadet den Tieren mehr als es hilft.“

Die Tierretter erläutern: „Feldhasenmütter bauen keine Nester, sondern legen ihre Kleinen über eine größere Fläche verteilt ab. Sie kommen nur in den Morgenstunden und am Abend um die Babys zu füttern. Für den Rest der Zeit sind sie auf sich allein gestellt und warten bis die Mutter zurück kommt.“

Nicht vorhandener Eigengeruch schützt vor Feinden

Durch den nicht vorhandenen Eigengeruch sei der Feldhasen-Nachwuchs vor Feinden geschützt. Wenn die kleinen Hasen nun aber angefasst würden, könne es zwar sein, dass die Mutter sie noch annehme, „jedoch vor Feinden sind sie dann nicht mehr geschützt“, machen die Tierretter klar.

Jetzt lesen

Also die Bitte der Aktiven: Wer ein oder mehrere Hasenbabys findet, sollte diese nicht anfassen. Ein Anruf beim Verein Tierretter sei in so einem Fall gut, Tel. (02864) 8 88 39 97. „Wir gucken, ob es notwendig ist, den oder die kleinen einzusammeln. Anders ist es natürlich wenn es sichtbare Verletzungen hat oder von Hund oder Katze mitgebracht wurden, dann muss sofort gehandelt werden“, so die Tierretter (www.facebook.com/dietierretter.reken/)

Lesen Sie jetzt