Bergsteiger-Drama zeigt spektakuläre 3D-Bilder

Im Kino: „Everest“

Einmal im Leben den Mount Everest besteigen – davon träumen viele Abenteurer. Doch wie lebensgefährlich das sein kann, zeigt „Everest“: ein bildgewaltiges und wuchtiges Werk mit prominenter Besetzung, das auf einer wahren Geschichte basiert.

14.09.2015, 17:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
John Taske (Tim Dantay) and Lou Kasischke (Mark Derwin) wollen den höchsten Berg der Welt erklimmen.

John Taske (Tim Dantay) and Lou Kasischke (Mark Derwin) wollen den höchsten Berg der Welt erklimmen.

Der Isländer Baltasar Kormákur fokussiert auf Rob Hall (Jason Clarke), einen der erfahrensten Bergsteiger seiner Generation, der den Everest-Gipfel über Jahre hinweg immer wieder erklomm.

Auch im Frühjahr 1992 führte er genau wie Scott Fischer (Jake Gyllenhaal) erneut eine Gruppe auf den Mount Everest, darunter der Familienvater Beck (Josh Brolin).

„Es wird nicht ohne Grund ‚Todeszone‘ genannt“, warnt Hall seine Gruppe. „Ihr werdet Schmerzen ohne Ende haben.“ Und tatsächlich macht der Film „Everest“ genau diese Entbehrungen und physischen Herausforderungen deutlich: Sind die Bergsteiger zu Beginn noch euphorisiert, zehrt der wochenlange Aufstieg an ihren Kräften.

Kostbare Zeit

Kormákur thematisiert auch die Probleme, die durch die Kommerzialisierung des Mount Everests entstehen. Vor dem Gipfel wird es auf den schmalen Pfaden eng, was kostbare Zeit fordert.

Und dann sind noch die Sauerstoffflaschen leer, die die Teams von Hall und Fischer an bestimmten Stellen deponiert hatten – und die bei Unwetter lebensrettend wären.

Besonders spektakulär sind bei all dem aber die 3D-Bilder. Während andere Filme oft so wirken, als seien sie nur in 3D gedreht worden, um höhere Eintrittspreise zu verlangen, trägt die Dreidimensionalität in „Everest“ entscheidend zum Kinoerlebnis bei. Die Bilder ziehen einen mitten ins Geschehen hinein.

Zusätzliche Dramatik

Zusätzliche Dramatik erfährt „Everest“, indem er vom Kampf der Zurückgebliebenen erzählt: In einem der Basislager versucht Teammitglied Helen (Emily Watson) die Rettung zu koordinieren, und in der Ferne erfährt Robs schwangere Frau (Keira Knightley) vom Schicksal ihres Mannes.

Es ist aber nicht nur dieser reale Bezug, der einen fesselt – wegen seiner Optik und der gelungenen Mischung aus Abenteuer und Drama wird „Everest“ auch die packen, die mit Bergsteigen sonst wenig zu tun haben.

 

 

dpa

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