Startverbot für große Flugzeuge: Boeings 747 stecken am Flughafen Twente fest

hzFlughafen Twente

Im Juni sind sechs große Boeings 747 in Enschede gelandet. Nun sollen sie nach Amerika fliegen, um dort verschrottet zu werden. Doch die Behörde erteilt keine Starterlaubnis.

Enschede

, 28.10.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sechs große Flugzeuge des Typs Boeing 747 hat Lufthansa am Flughafen in Enschede geparkt. Nun sind fünf davon offenbar verkauft, doch die Fluggesellschaft kann sie nicht aus Enschede abholen. Denn dafür fehlen die notwendigen Genehmigungen. Das berichtet die niederländische Zeitung Tubantia.

Eigentlich sollten sich drei ältere Großraumflugzeuge in dieser Woche auf den Weg nach Amerika machen, wo sie als Ersatzteillager dienen. Doch das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft hat dafür keine Startgenehmigung erteilt. Der Flughafen Twente erfülle nicht die Sicherheitsbestimmungen, um großen Verkehr wie diese Flugzeuge abfliegen zu lassen, heißt es zur Begründung.

Der Flughafen Twente bestreitet dies. Das Branchen-Magazin Aero Telegraph hat mit einer Sprecherin gesprochen, die sich von der Entwicklung völlig überrascht zeigte. Der Flughafen wolle die Entscheidung nicht akzeptieren, heißt es weiter.

Der Fall landet am Donnerstag vor Gericht

Nach Informationen der Zeitung Tubantia hat sich der Flughafen Twente an ein Verwaltungsgericht gewandt. Das vorläufige Hilfsverfahren ist am Donnerstagnachmittag (29. Oktober) in Zwolle fällig.

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Der Streit dauert offenbar schon etwas länger an. Schon bei der Landung der Jumbo-Jets hatte es Probleme gegeben. Denn die niederländische Behörde sagt, dass schon die Landung unzulässig gewesen sei. Das Sicherheitszertifikat wurde zwar nachträglich geändert, doch Starts sind weiterhin nicht erlaubt.

Start vom Flughafen Twente ist derzeit nicht erlaubt

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Auf der Landebahn muss viel getan werden, damit die Aufsichtsbehörde das erforderliche Zertifikat ausstellen kann, heißt es bei der Tubantia. Laut einer vom Flughafen selbst durchgeführten Bestandsaufnahme fehlen ihm ein rotierender Kopf und sogenannte „Landebahnschultern“.

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