Mega-Evakuierung von 12.000 Menschen in Düsseldorf - Bombenentschärfung verzögerte sich

Bombenfund

Eine 10-Zentner-Bombe ist in der Nacht zu Samstag (18.1.) in Düsseldorf entschärft worden. Rund 12.000 Menschen wurden evakuiert, 31.000 Menschen waren betroffen. Die Entschärfung verzögerte sich.

Düsseldorf

17.01.2020, 22:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mega-Evakuierung von 12.000 Menschen in Düsseldorf - Bombenentschärfung verzögerte sich

Rettungsfahrzeuge stehen vor einem Altersheim in Düsseldorf. Eine 500 Kilogramm schwere Bombe mit Aufschlagzünder war bei Bauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf gefunden worden. © picture alliance/dpa

Die Entschärfung der bei Bauarbeiten in Düsseldorf gefundene Weltkriegsbombe hat sich am Freitagabend bis in die Nacht verzögert.

Der 500-Meter-Radius um den Fundort im Stadtteil Derendorf sollte laut Feuerwehr bis spätestens 22 Uhr geräumt sein. „Danach beginnen wir mit den Kontrollen“, sagte ein Sprecher am Freitagabend. Und erst danach könne die eigentliche Entschärfung erfolgen. Bei den Kontrollen jedoch befanden sich noch Menschen in den Wohnungen, so dass sich die Entschärfung gegen bis nach Mitternacht verzögerte. RP-Online berichtete in einem Abend in einem Live-Blog.

Die Bombeentschärfung wurde auf den späten Abend gelegt, so ein Feuerwehrsprecher, weil umfangreiche Vorbereitungen und aufwendige Maßnahmen nötig waren. So seien Dutzende Krankenwagen aus mehreren Städten angefordert worden, um zwei Altenheime zu evakuieren.

20.000 Menschen dürfen sich nicht im Freien aufhalten

Die Evakuierung mit insgesamt knapp 12.000 unmittelbar betroffenen Menschen im Radius von 500 Metern war am späten Nachmittag angelaufen. Bei Bauarbeiten auf dem Gelände einer ehemaligen Justizvollzugsanstalt im Stadtteil Derendorf war zuvor ein 500 Kilogramm schwerer Blindgänger entdeckt worden. Im Umkreis von bis zu 1000 Metern sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben. Die fast 20.000 Anwohner in dem äußeren Bereich durften zwar in ihren Wohnungen bleiben, sich dort aber nicht im Freien aufhalten.

Durch alle Sicherheitsmaßnahmen zusammen genommen sind damit den Angaben zufolge rund 31 000 Menschen von der Entschärfung betroffen.

Bahnverkehr zwischen Düsseldorf und Duisburg wird nicht eingestellt

Der Bahnverkehr auf der vielbefahrenen Strecke in Richtung Duisburg soll hingegen nicht eingestellt werden, wie die Stadt weiter mitteilte. Allerdings könne der S-Bahn-Bahnhof Derendorf während der Entschärfung nicht angefahren werde

dpa/kar

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