Brände bedrohten zwei Waldgebiete in Bocholt und Velen

Feuerwehreinsätze

Zwei Waldbrände im Kreis Borken: Die Feuerwehren mussten in Bocholt und in Velen-Ramsdorf eingreifen. Bei dem Feuer in Ramsdorf schließt die Polizei Brandstiftung nicht aus.

Kreis Borken

27.04.2020, 11:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hier ein Bild von einem Wadbrand im Sommer 2019 in Heek. An diesem Wochenende waren die Feuerwehren in Velen und Bocholt im Einsatz, um Waldbrände zu löschen.

Hier ein Bild von einem Wadbrand im Sommer 2019 in Heek. An diesem Wochenende waren die Feuerwehren in Velen und Bocholt im Einsatz, um Waldbrände zu löschen. © Markus Gehring

Gebrannt hat es am Sonntagabend gegen 23.50 Uhr in einem Waldstück an der Vardingholter Straße in Bocholt. Wie die Polizei mitteilte, fiel den Flammen eine Fläche von circa 60 Quadratmetern zum Opfer. Nach ersten Erkenntnissen breitete sich das Feuer vom Grünstreifen neben der Fahrbahn in Richtung des Waldes aus. Kräfte der Feuerwehr Bocholt konnten den Brand restlos löschen. Die Ermittlungen zur Ursache laufen.

Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Ein weiterer Waldbrand sorgte am Sonntag in Velen-Ramsdorf für einen Einsatz von Feuerwehr und Polizei. Dort war aus unbekannter Ursache gegen 17.50 Uhr in einem Waldgebiet am Dorenfeldweg ein Brand entstanden. Feuerwehrkräfte stellten beim Eintreffen fest, dass die Flammen an zwei Stellen im Unterholz loderten.

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Die Löschzüge Velen und Ramsdorf bekämpften den Brand, der sich auf einer Fläche von etwa 150 Quadratmetern ausgebreitet hatte. Die Polizei schließt eine vorsätzliche Brandstiftung als Ursache nicht aus. Ein Zeuge berichtete, dass sich ein Motorradfahrer von dem betroffenen Waldstück entfernt habe.

Unbekannter mit rot-weiß lackierter Suzuki kam aus dem Wald gefahren

Der Unbekannte habe eine rot und weiß lackierte Suzuki gefahren. Ob ein Zusammenhang zwischen dieser Beobachtung und dem Brand besteht, ist nicht bekannt. Die Polizei bittet um Hinweise an das Kriminalkommissariat in Borken: Tel. (02861) 9000.

Wie die Pressestelle der Polizei betont, gilt allgemein: Die anhaltende Trockenheit begünstigt derzeit das Entstehen von Waldbränden und ihre rasche Ausbreitung. Rauchen und das Entzünden eines offenen Feuers sind ohnehin zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober im Wald gesetzlich untersagt.

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Hinzu kommt auch die Gefahr, die beispielsweise von heiß gelaufenen Auspuffanlagen und Katalysatoren ausgeht - Autos sollten daher besser nicht auf Grünstreifen parken: Der Kontakt mit dem trockenen Gras kann schnell ein Feuer entfachen. Nicht zuletzt sollte niemand Glasflaschen im Wald liegen lassen – sie verschmutzen nicht nur die Umwelt, sondern können wie ein Brennglas wirken.

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