Bundesschülerkonferenz hält Beschluss der Ministerpräsidenten für substanzlos

Corona-Beschlüsse

Die Frage der Schulöffnung stand im Fokus der Bund-Länder-Konferenz. Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz ist zutiefst enttäuscht von den Entscheidungen.

von Tobias Peter

, 11.02.2021, 07:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Bundesschülerkonferenz ist unzufrieden über die Entscheidungen zu den Schulöffnungen, die erneut jedes Bundesland für sich trifft. In NRW sollen die Grundschulen bald öffnen, Abschlussklassen dürfen in den Präsenzunterricht - für alle anderen Stufen gibt es noch keine Beschlüsse.

Die Bundesschülerkonferenz ist unzufrieden über die Entscheidungen zu den Schulöffnungen, die erneut jedes Bundesland für sich trifft. In NRW sollen die Grundschulen bald öffnen, Abschlussklassen dürfen in den Präsenzunterricht - für alle anderen Stufen gibt es noch keine Beschlüsse. © picture alliance/dpa/KEYSTONE

Die Bundesschülerkonferenz hält den Beschluss von Ministerpräsidenten und Kanzlerin in Sachen Schule für vollkommen unzureichend. „Der Beschluss, wenn man ihn so nennen kann, ist mehr als ernüchternd. Ein einheitliches Vorgehen wäre nicht nur wünschenswert, sondern essenziell gewesen“, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Mal wieder können die Länder völlig frei entscheiden, wie sie mit Schulen verfahren, das ist vor allem hinsichtlich der Akzeptanz der Maßnahmen fatal.“

„Ich bin zutiefst enttäuscht“

Schramm fügte hinzu: „Zwei Landkreise aus unterschiedlichen Bundesländern mit derselben Inzidenz – in dem einen ist die Schule offen, in dem anderen nicht. Das versteht doch wirklich kein Mensch.“ Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz sagte: „Ich bin zutiefst enttäuscht, dass man es im Föderalismus mal wieder nicht geschafft hat, einen Weg zu gehen.“

Er sagte: „Für mich ist ebenfalls fraglich, wofür es die Kultusministerkonferenz aktuell noch benötigt, wenn die Entscheidungen doch wieder völlig unabgestimmt auf Länderebene stattfinden.“

Der Schülervertreter warnte: „Das Chaos ist komplett, wenn wir uns die anstehenden Abiturprüfungen anschauen. Der eine Schüler wird sich vor Ort in der Schule vorbereiten können, ein anderer muss auf den qualitativ schlechteren Distanzunterricht hoffen – von einem einheitlichen Vorgehen ist das weit entfernt.“

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