BVB gegen Schalke: Durften 300 Fans überhaupt ins Stadion?

Borussia Dortmund

Die 300 Zuschauer beim Revierderby zwischen dem BVB und dem FC Schalke 04 werfen beim NRW-Gesundheitsministerium Fragen auf - denn Dortmund liegt weit über dem Corona-Grenzwert.

Dortmund

25.10.2020, 19:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim Derby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 waren 300 Zuschauer anwesend. Das wirft Fragen beim Gesundheitsministerium auf. (Archivbild)

300 Fans erlebten das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 live im Stadion. © dpa

Von der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg werde das Ministerium einen Sonderbericht anfordern, in dem „die Gründe für die Entscheidung“ dargelegt werden sollen, teilte das Ministerium der „Rheinischen Post“ mit. Die Umsetzung der Coronaschutzverordnung sowie die Folgen der getroffenen Maßnahmen liegen dem Ministerium zufolge in der Verantwortung der lokalen Gesundheits- und Ordnungsbehörden.

Die 300 Derby-Karten wurden unter den BVB-Fans verlost

Wenn das Infektionsgeschehen am Austragungsort nicht eingrenzbar ist und 35 Neuansteckungen gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen übersteigt, dürfen eigentlich keine Zuschauer mehr zugelassen werden. Die zuständigen Gesundheitsämter müssen dann vorab entscheiden, ob die Ansteckungen eingrenzbar sind. Der aktuelle Inzidenz-Wert in Dortmund liegt bei 135,2.

Das Gesundheitsamt Dortmund hatte die Genehmigung für 300 Zuschauer bereits am vergangenen Montag erteilt. Die Karten wurden unter denn 35.000 Ticket-Bewerbern verlost. Das kommende BVB-Heimspiel in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg (Mittwoch, 21 Uhr/live im TV) wird - Stand jetzt - komplett ohne Zuschauer ausgetragen.

Von dpa

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