Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Aapstraße: Andere Lösung zu teuer

ICKERN Seit Montag ist die Brücke an der Waldenburger Straße für Fahrzeuge ab sechs Tonnen gesperrt. Die Buslinie 482 der Dortmunder Stadtwerke wird seitdem - begleitet vom Protest der Anwohner - durch die Spielstraße Aapstraße umgeleitet. RN-Redakteurin Julia Grunschel sprach über diese Situation mit Gunther Gabka vom Ordnungsamt und Heinz Kempner vom Bereich Verkehrsplanung der Dortmunder Stadtwerke (DSW21).

19.02.2008

Herr Kempner, warum wird der Bus ausgerechnet über die Aapstraße umgeleitet? Kempner: Weil wir den Bereich nördlich der Emscher um die Stettiner Straße noch erreichen wollen. Dort wohnen viele unserer Kunden, die größtenteils ein gewisses Alter haben. Der Druck, der von ihnen ausgehen würde, wenn wir sie ein Jahr lang nicht anfahren würden, wäre zu groß.

Gibt es denn keine Lösung, die an der Aapstraße vorbeiführt, die aber die Kunden im Norden berücksichtigt? Kempner: Dazu müssten wir über die Recklinghauser Straße fahren und die Stettiner Straße zusätzlich anfahren. Der reguläre Bus kann das nicht leisten, schließlich muss er Anschlusszeiten einhalten. Wir müssten also ein oder zwei Busse mehr einsetzen.

Und das geht nicht? Kempner: Auf gar keinen Fall. Das würde viel zu teuer werden.

Herr Gabka, geht das denn so einfach, dass ein Bus durch eine Spielstraße fährt? Gabka: Die Tatsche, dass es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich handelt, führt keinesfalls dazu, dass keine Busse dadurch fahren dürfen. An der Aapstraße hatten wir diese Busumleitung ja schon einmal.

Gibt es aktuell ähnliche Situationen in Castrop-Rauxel? Gabka: Ja, die gibt es. An der Frohlinder Straße auf Schwerin und in Becklem im Karree Heidestraße/Bredenbrauck/Becklemer Straße. Da fährt auch ein Bus durch verkehrsberuhigte Bereiche. Auf der Lange Straße sind Busse jahrelang durch eine Fußgänger Zone gefahren. Jetzt ist da ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich und die Busse fahren immer noch.

Die Anwohner der Aapstraße haben sich schon im vergangenen Jahr über das hohe Verkehrsaufkommen und die Raserei auf der Straße beschwert. Verschlechtert sich die Situation jetzt nicht noch? Gabka: Bei drei Bussen pro Stunde kann man sicher nicht von einem erhöhten Verkehrsaufkommen sprechen. Meiner Meinung nach fallen Linienbusfahrer außerdem in die Kategorie Autofahrer, die sich an vorgegebene Geschwindigkeiten halten. Das sind in verkehrsberuhigten Bereichen 7 kmh. Wenn man dann noch bedenkt, dass Autos durch die Busse zum langsamen Fahren gezwungen werden, ergäbe sich ein positiver Nebeneffekt.

Plant das Ordnungsamt irgendwelche Kontrollen? Gabka: Ich werde im Zuge der Umleitung für einen kurzen Zeitraum ein mobiles Display aufstellen, das die Geschwindigkeit anzeigt.

Lesen Sie jetzt