Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Aufreger: Doppelhäuser direkt an den Mühlenbach

FROHLINDE Es ist die nackte Not der Kämmerin, wie CDU-Ratsmitglied Oliver Lind sagt, dass jetzt auch kleine städtische Grundstücke zu Wohnbauland gemacht werden sollen. Ärger mit den jeweiligen Nachbarn ist vorprogrammiert. In Frohlinde macht sich schon erster Unmut breit.

von Von Peter Wulle

, 01.02.2008
Aufreger: Doppelhäuser direkt an den Mühlenbach

<p>95 000 Euro müsste die Stadt in die Erschließung des Grundstücks stecken. Wulle</p>

Während die Verwaltung sich am Mühlenbach einen Erlös von 350 000 Euro erhofft und stadtweit Grundstücke für gut drei Mio. Euro verkaufen will, müssen Anwohner um ihre Garageneinfahrten und nahe gelegene Spielflächen fürchten. So ist es jedenfalls an der Hubertusstraße.

Wer in der Stichstraße an dem Treppenabgang steht, der hinunter zum Mühlenbach führt, dem mag die Phantasie fehlen, wie von hier das etwa vier Meter tiefer liegende Wiesengrundstück erschlossen werden soll. Das Planungsamt aber hat dazu schon Überlegungen angestellt.Leidtragender Herbert Weiner Leidtragender wird möglicherweise Herbert Weiner sein, der dort seine Garagenzufahrt hat. "Auch wenn ich für den benötigten Teil meines Grundstücks entschädigt würde, hätte ich für meine Immobilie einen Wertverlust und unterm Strich einen immensen Schaden", sagt er. Aufgeschreckt von dem Ansinnen der Stadt, besuchte er mit einigen Nachbarn die Sitzung des Bauausschusses, um klar zu machen, dass eine Erschließung der früheren Spielplatzfläche von der Hubertusstraße aus doch unmöglich sei.

CDU-Baurechtsexperte Oliver Lind erklärte den Betroffenen, dass ihre Belange geprüft würden. Verhindern könnten sie die Erschließung jedoch nicht. Die Ausschussmitglieder wies Lind darauf hin, dass die Nachbarn für den einstigen Spielplatz Beiträge bezahlt hätten. Insofern sei es nicht gerade fair, wenn die Stadt die Fläche jetzt nochmal zu Geld mache.Die Frage nach dem Preis

Seit Jahren hat Lind, wie er erzählte, darauf hingewirkt, die idyllisch am Mühlenbach gelegene Fläche als Gartengrundstück an einen Anwohner zu verkaufen. Dies wird nun eine Preisfrage sein, bei der die Stadt überlegen muss, ob sie auf Geld verzichtet und Streit aus dem Wege geht. Herbert Weiner ist auf jeden Fall entschlossen, gegen die Erschließung der zwei bis drei Doppelhäuser über sein Grundstück zu klagen.

Der Einleitungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans wurde einstimmig gefasst. Oliver Lind erläuterte: "Die Verwaltung hat jetzt die Erlaubnis, darüber nachzudenken, das Grundstück zu Bauland zu machen. Entschieden ist nichts. "

Lesen Sie jetzt