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Castrop-Rauxel: Mehr Menschen im Verkehr getötet

CASTROP-RAUXEL Die Zahl der getöteten und verletzten Menschen bei Verkehrsunfällen ist sowohl in Castrop-Rauxel als auch im gesamten Kreis Recklinghausen im Jahre 2007 wieder angestiegen. In Castrop-Rauxel starben zwei Menschen, kreisweit waren es 31 Tote im Straßenverkehr.

25.02.2008

„Mit 31 – Vorjahr 23 – getöteten und 3316 verletzten Menschen – Vorjahr 3246 – hat sich die positive Entwicklung leider nicht fortgesetzt.“ Dieses Fazit zog Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere bei der Präsentation der Zahlen am Montag. Im Jahr 2006 hatte man noch einen historischen Tiefstand in beiden Kategorien registrieren können.

Bei beiden Verkehrstoten in Castrop-Rauxel handelte es sich übrigens um Senioren im Alter von über 65 Jahren. Verletzt wurden sogar 45 statt im Jahr davor 35 Senioren (+ 10 Prozent). Die Zahl der verletzten Senioren im Bereich der Kreispolizeibehörde stieg sogar von 390 auf 450 (+ 15,4 Prozent), die Zahl der Getöteten von acht auf zwölf.

Viele verletzte Kinder

Die Zahl der verletzten Kinder blieb in Castrop-Rauxel zu hoch: Wurden 2006 noch 38 Kinder verletzte, waren es im Vorjahr 36. Ähnlich sah es im Kreisgebiet aus (427 Verletzte 2007 zu 426 im Jahr 2006). Bei den Schulwegunfällen sank die Zahl der verletzten Kinder im gesamten Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde von 87 auf 79 Fälle. Dr. Giere: „Auch wenn die Zahl der Schulwegunfälle um fast zehn Prozent zurück gegangen ist, so wird die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr weiterhin eine wichtige Aufgabe der Polizei bleiben!“Gerade viele Eltern gehen nach Polizeierfahrung mit der Gesundheit ihrer Kinder oft sehr fahrlässig um. Von ihnen würden die Risiken verkannt, denen die Jüngsten und Schwächsten ausgesetzt sind. Dies ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Zahl der verletzten Kinder, die passiv an einem Unfall beteiligt waren, kreisweit um 35,6 Prozent auf 118 (Vorjahr 87) gestiegen ist. Einer der wesentlichen Gründe für die Verletzungen lag in der ungenügenden Sicherung von Kindern im Auto.

Hauptursachen: Hoge Geschwindigkeit und/oder Alkohol Die Unfallzahlen insgesamt stiegen auf 21 217 gegenüber dem Niveau des Vorjahres (20 623) um 2,9 Prozent an. Auch in Castrop-rauxel schnellten die Zahlen nach oben 2255 statt zuvor 2130 Unfälle wurden registriert. Sorgen bereiten der Polizei weiter die Hauptunfallursachen. Gerade bei den Unfällen mit schwer verletzten oder getöteten Menschen sind überhöhte Geschwindigkeit und/oder Alkoholmissbrauch, aber auch Fehler beim Wenden oder Abbiegen die häufigsten Unfallursachen. Ein besonderes Problemfeld stellen nach wie vor Lastwagen, Gefahrgutfahrzeuge und Reisebusse dar. Bei etwa 10 270 überprüften Fahrzeugen im Gebiet der Polizeibehörde im letzten Jahr musste fast jedes dritte Fahrzeug bemängelt werden. Bei den Schulbussen war es immerhin noch fast jedes fünfte Fahrzeug. Überschreitung der Lenkzeiten, überhöhte Geschwindigkeiten und technische Mängel an den Fahrzeugen sind nicht erst seit dem letzten Jahr die häufigsten Beanstandungen.

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