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Der Pillendreher

Detlef Steinweg packt täglich 5000 Tütchen mit Tabletten ? bisher noch ohne Gewinn

16.05.2007

Die Pionierarbeit des Castroper Apothekers, er betreibt die Paracelsus-Apotheke am Busbahnhof, dauert nun schon vier Jahre. Bis Ende August gilt Steinwegs ?patientenorientierte Arzneimittellogisitik? noch als Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen. Danach muss sein innovatives Medikamenten-Management langsam alleine laufen lernen. ?Ich beschäftige inzwischen 21 Mitarbeiter bei der Steinweg Medical GmbH. Der Umsatz muss nun hinterher kommen. Ich bin sicher, dass das klappt?, sagt Detlef Steinweg und wird darin von Ulrich Christofczik, der beim Diakonischen Werk im Kirchenkreis Recklinghausen Altenheime betreut und mit Steinweg zusammen arbeitet, bestärkt: ?Die Qualitätssteigerung in der Pflege ist deutlich spürbar. Die Fehlmedikation nimmt ab und die Zeitersparnis durch den Wegfall der Medikamentenbeschaffung und der Vergabevorbereitung kommt den Patienten zugute.? Auch Bürgermeister Johannes Beisenherz und Landrat Jochen Welt, die Steinweg gestern in seinen Geschäftsräumen im Haus der Wirtschaft besuchten, sind überzeugt: ?Das wird sich durchsetzen!? Gerade die Politik aber, das machte der Unternehmer deutlich, könne und müsse unterstützend tätig werden. Es gelte, die Rahmenbedingungen so zu verändern, dass die Chancen des automatischen Systems auch befördert werden und nicht nur nach Fehlerquellen geguckt wird. ?Das ist richtig. Gleichwohl muss auch nach der Verantwortung gefragt werden. Und da kann ich verstehen, dass die Entscheidungsträger, die verantwortlich sind, auch vorsichtig agieren?, bat Landrat Jochen Welt um Verständnis. Kurz zuvor hatte er selbst gesehen, wie die Blister-Verpackungen mit den Tabletten aus der Maschine gerattert kommen. Bis zu 18 Tabletten bekommen vereinzelte Patienten pro Tag. Die Logistikleistung, die garantiert, dass alle Medikamente in der richtigen Dosierung auch beim richtigen Patienten ankommen, ist enorm. Steinwegs Team beweist allerdings tagtäglich, dass es funktioniert ? und noch in ganz anderen Dimensionen funktionieren kann. Eine neue, größere Maschine steht quasi bereit. Wichtig aber ist, dass der erzielte Spareffekt bei den nächsten Pflegesatzverhandlungen nicht kassiert wird, sondern den Altenheimen, die das System des Castroper Pillendrehers nutzen, auch zum Vorteil gereicht. pwu

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