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EBG-Projekt: Mädchen wählen Technik

CASTROP-RAUXEL Sie haben einen Namen, ein Haus und können sprechen: die kleinen Robotermädchen, mit denen sich 16 Sechstklässlerinnen des Ernst-Barlach-Gymnasiums gerade anfreunden. Ein neues Projekt soll die Begeisterung für Technik wecken. Vorreiter ist das landesweite Projekt "Mädchen wählen Technik". Die betreuenden Lehrer finden das Konzept wichtig.

von Von Julia Grunschel

, 22.02.2008

Immer donnerstags werden die Robotermädchen von ihren großen Schwestern zum Leben erweckt. Denn dann läuft die AG „Mädchen wählen Technik“, die seit kurzem von den Lehrkräften Coletta Kuhn, Michael Tegeler und Gerhard Teuber angeboten wird. „Ziel ist, Mädchen frühzeitig für Technik zu begeistern“, beschreibt Gerhard Teuber. Denn, so die Erfahrung des Physik- und Mathelehrers und seiner Kollegen, in der fünften und sechsten Klasse haben Mädchen und Jungen gleichermaßen Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern. „In Physik kann man die Schüler in dem Alter noch begeistern, in der siebten Klasse wird das Fach nicht angeboten und wenn es dann in der achten wieder losgeht, ist das Interesse plötzlich weg“, erzählt Michael Tegeler.Mädchen sollen bei der Stange gehalten werden Mit der Roboterprogrammierung sollen die Mädchen quasi bei der Stange gehalten werden. Ausgewählt wurden für das Projekt technikinteressierte Schülerinnen, die die Schule und das Engagement in der AG gut unter einen Hut bringen können. „Wenn man sie jetzt schon für Technik begeistert, ist die Chance größer, dass sie später einen Beruf im naturwissenschaftlichen oder ingenieurwissenschaftlichen Bereich wählen. Aufgrund des Mangels an qualifizierten Kräften, wird das immer wichtiger“, meint Michael Tegeler. Wie wichtig, zeigt die Anzahl der Schulen, die landesweit am Gesamtprojekt „Mädchen wählen Technik“ teilnehmen: 80 Schulen. Damit die Roboterprogrammierung nicht mit den Sommerferien endet, haben die Lehrer im Januar bereits Helfer aus den Stufen neun und elf geschult. „Sie sind jetzt dabei und sollen die AG später alleine weiterführen“, kündigt Gerhard Teuber an.Projekt wird bei Weiterbildung vorgestellt Noch fast in den Kinderschuhen wird das Projekt am 13. März bei einer Weiterbildung vorgestellt. Was die Robotermädchen dann können, liegt in den Händen ihrer großen Schwestern. Im Sommer aber, da sollen sie gezielt Gegenstände auswählen und transportieren können. Genau wie die Sechstklässlerinnen beim Einkaufen. 

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