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"Ey, bist du behindert?!"

CASTROP-RAUXEL "Oh Mann, ist das anstrengend", flucht Sarah, als sie versucht, in einem Rollstuhl eine kleine Rampe hochzufahren. Für ein paar Stunden versetzt sie sich in die Perspektive von behinderten Menschen. So lernen die Schüler im Selbstversuch eine neue Sichtweise kennen.

von Ruhr Nachrichten

, 28.02.2008
"Ey, bist du behindert?!"

Wie anstrengend Rollstuhlfahren sein kann, erlebt Scarlett.

Grund für die neue Erfahrung, war ein Besuch der Mitarbeiter des Vereins Zugvogel in der Arbeitsgemeinschaft "Soziales Engagement" an der Fridtjof-Nansen-Realschule. "Ey, bist du behindert?!" lautet der Titel des Projekts, in dem Kinder und Jugendliche neue Sichtweisen im Selbstversuch kennen lernen können.

Ausgerüstet mit sichtbehinderten Brillen, Rollstühlen und Gehstöcken besuchten die Mitarbeiterinnen Gisela Holtz und Kirsten Faust die Neunt- und Zehntklässler. "Mit einer solchen Brille hat man eine Restsehschärfe von ungefähr 0,02 Prozent. Damit ist man praktisch blind", erklärt Kirsten Faust den Mädchen während diese gerade die Brillen ausprobieren. Lediglich ein paar Farben und hell und dunkel ließen sich damit noch unterscheiden.Testen der "neuen Fähigkeiten"

So ausgerüstet, testeten die Schülerinnen ihre "neuen" Fähigkeiten in der Praxis auf dem Schulhof. Nichts sehend und sich nur auf einen Stock verlassend, versuchten die Mädchen ihren Weg durch die Mitschülerinnen zu finden. Schwieriger als erwartet, erwies sich auch der Umgang mit dem Rollstuhl."Schon nach zwei Minuten taten mir die Arme weh", klagte Scarlett.

Lehrerin Christiane Schmidt-Meier unterrichtet die Arbeitsgemeinschaft. Sie selbst sitzt seit sechs Jahren im Rollstuhl und begrüßt daher das Projekt, das schon zum zweiten Mal an der Realschule stattfand.Weitere Informationen Informationen zum Projekt und zum Verein Zugvogel gibt es unter Tel. (02 51) 9 87 96 88 oder im Internet.

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