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Früh aufstehen für die Umwelt

CASTROP-RAUXEL Nein, Ausschlafen war nicht an diesem Samstag. Stattdessen hieß es am frühen Morgen "Hinein in die Gummistiefel und die Arbeitsklamotten". In die Hände gespuckt der Umwelt zuliebe haben die Angler des ASV Früh Auf und der DoCas-Blinker.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 24.02.2008

 

Während die "Früh-Auf-Steher" die Wartburginsel von allerhand Unrat reinigten, galt der Einsatz der "Blinker" dem Goldschmiedingteich, dem Gondelteich, dem Erinteich und dem Teich auf der Rennbahn, wo die vier Kopfweiden beschnitten und kranke Bäume gefällt wurden.

Mehr Abfall

"Hut ab", sagt ASV-Jugendleiter Josef Klein, ebenso am Ball wie seine Kollegen Falko Schwarz und Uwe Hölken. Während die gestandenen Männer schon am vergangenen Samstag die schwereren Forstarbeiten mit der Kettensäge am Fuß des Kanals und am toten Arm erledigten, sind an diesem Samstag 15 Jugendliche zum Aufräumen gekommen. "Damit sind wir sehr zufrieden", sagt Josef Klein. Flaschen, Plastikzeug und anderen Müll haben die Jugendlichen aus dem Gebüsch gefischt. "Seit die Fahrradwege ausgebaut sind, ist es deutlich mehr mit dem Abfall geworden", erklärt Klein. Schon seit über 20 Jahren gibt es diese Aufräumaktionen beim ASV, lange bevor die Stadtkampagne zum alljährlichen großen Reinemachen aus der Taufe gehoben wurde. "Wir machen das traditionell, bevor die Vögel nisten", berichtet ASV-Urgestein Frank Borowski. Dank der Zusammenarbeit mit dem Stadtbetrieb EUV ist für die Aktion wieder ein Container zur Verfügung gestellt worden.

Aktive Jugend

Der ASV Früh Auf, den es immerhin seit 1934 gibt, hat die Nachwuchsarbeit im Verein großgeschrieben. Von den rund 550 Mitgliedern sind 80 Jugendliche, davon ist die Hälfte aktiv. Martin (14) ist jedes Jahr beim Aufräumen dabei. "Macht Spaß", lächelt er. Ilias (15) ist das erste Mal dabei und will danach nur noch "chillen". Erik (15) grinst und sagt: "Vielleicht gehe ich heute Nachmittag auch noch angeln". Beim gemeinsamen Essen im Vereins-Domizil an der Suderwicher Straße sind alle hinterher lecker zufrieden.

Lob von Bürgern

Sechs- bis achtmal im Jahr absolvieren die DoCas-Blinker Aufräumaktionen - abgesehen von den zig Stunden, die sie auch sonst für die Umwelt abzweigen. 20 Mitglieder, darunter fünf Kinder und Jugendliche, waren Samstag im Einsatz. Johannes Kirchhelle berichtet: "Unterwegs haben wir viel Lob gekriegt, ein Bürger meinte, man solle uns für einen Orden vorschlagen." 

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