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Giftiges Gemisch verloren

Gefahrguttransporter im Kreuz Castrop-Rauxel Ost umgekippt / Vollsperrungen

19.05.2007

Auch die A 42 in Richtung Dortmund wurde abgeriegelt und der Verkehr ab der Ausfahrt Castrop-Rauxel durch das Stadtgebiet umgeleitet. Die komplizierten Bergungsarbeiten dauerten bis spät in den Abend. Der 22-jährige Fahrer des LKW, der ein für die Atemwege gefährliches Salzgemisch mit Furanen und Dioxinen an Bord hatte, verletzte sich bei dem Unfall leicht. Aus Richtung Duisburg kommend war er in Richtung Frankfurt unterwegs. In der Kurve unmittelbar vor der Auffahrt auf die A 45 stürzte er mit seinem voll beladenen Gefahrguttransporter um. Ob eine überhöhte Geschwindigkeit, falsches Beladen, ein geplatzter Reifen oder anderes ursächlich für den Unfall war, ließ die Polizei gestern offen. Außer dem Fahrer kam nach Auskunft der Polizei jedenfalls niemand bei dem Unfall zu Schaden. Für die Bevölkerung in Dingen und Mengede bestand nach Angaben der Feuerwehr keine Gefahr. «Die 200 bis 500 Kilogramm, die sich durch den Abriss der Befüll-Leitungen auf die Straße ergossen haben, waren schnell abgedeckt», teilte Feuerwehr-Sprecher Michael Meissner mit. Das trockene, sonnige und windstille Wetter sei den Einsatzkräften entgegen gekommen. Eben weil es sich bei dem Gefahrgut des LKW um hochgiftige Substanzen handelte, wurde für die Bergungsarbeiten rund um den Unfallort sehr schnell ein Sicherheitsradius von rund 300 Metern eingerichtet. In grüne Chemieschutzanzüge gekleidete Experten des Gefahrgutsonderzuges der Kreisfeuerwehr waren in dem Autobahnkreuz den ganzen Tag über beschäftigt. Bis zum späten Nachmittag war nicht klar, ob der Unfall-LKW von zwei 100-Tonnen-Kranen würde aufgerichtet werden können, ohne dass die Silo-Hülle reißen würde. Für das Sichern der ausgetretenen Ladung und das eventuelle Umpumpen der circa 25 000 Kilo in ein anderes Silo wurde jedenfalls ein Spezialunternehmen angefordert. Wie Feuerwehr-Sprecher Meissner erklärte, wird das geladene Salzgemisch, dem die hochgiftigen Dioxine und Furane anhaften, als Filter in Rauchgasentschwefelungsanlagen eingesetzt. Die Feuerwehren aus Castrop-Rauxel und Waltrop waren mit 70 Kräften vor Ort. Für Verstärkung sorgten auch die Dortmunder Feuerwehr und die Werksfeuerwehr Hüls Infracor. pwu

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