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Graf Schwerin: Brache wird offen gelegt

SCHWERIN Noch endet das fünfte Ärmchen des Kreisverkehrs am Neuroder Platz vor einem Bauzaun. In diesem Sommer könnte der endlich den Baggern Platz machen. Wenn es tatsächlich rund geht auf der Brache von Graf Schwerin. Bis die Bagger allerdings rollen, wird noch einiges passieren.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 19.02.2008
Graf Schwerin: Brache wird offen gelegt

Die Postkarte von Graf Schwerin hat historischen Wert. Schon vor über 40 Jahren machte die Zeche dicht. Lange Zeit galt das Gelände im Volksmund als die „Verbotene Stadt“.

Für die schon wiederholt der Baubeginn zur Errichtung des neuen Einkaufs-Standorts angesagt worden ist und die komplizierten Vorplanungen und Vertragsabschlüsse zwischen Stadt, Kreis, Montan Grundstücksgesellschaft (MGG) und Deutscher Steinkohle (DSK) für zeitliche Verschiebungen sorgten. Die Stadt jedenfalls hat jetzt ihre Hausaufgaben gemacht.

In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr (B 3) steht der Offenlegungsbeschluss beider Bebauungspläne für die Brache auf der Tagesordnung.Satzungsbeschluss vor der Sommerpause

Stadtplaner Marc Schulte Mesum: "Der Zeitplan sieht so aus, dass der Satzungsbeschluss vor der Sommerpause gefasst werden kann." Damit stünde dem Beginn der Bauarbeiten in der ehemals "Verbotenen Stadt" nichts mehr im Wege. Denn auch die im Dezember vergangenen Jahres von der MGG in Auftrag gegebenen Probebohrungen auf Graf Schwerin haben ergeben, dass der Untergrund nicht noch extra beackert werden muss. Wie berichtet, gibt es zwei Bebauungspläne für das Gelände. Für den vorderen Bereich mit der Erschließung über den fünften Arm des Kreisverkehrs an der Dortmunder Straße und der künftigen Nutzung durch Einzelhandel; und für den hinteren Bereich zur Mengeder Straße hin, der vorgesehen ist zur Nutzung durch kleine und mittelständische Unternehmen. Planerischen Vorrang hat der Einzelhandels-Standort mit einem Vollsortimenter (Edeka) und einem Discounter.Konkrete Informationen 2009 Bei der gewerblichen Nutzung im hinteren Bereich ist frühestens Ende 2009 mit konkreteren Informationen zu rechnen, die MGG will für diesen Standort vor allem mit der guten Verkehrsanbindung werben. Das so genannte Landschaftsbauwerk auf der Brache soll übrigens 22 Meter hoch werden. Die MGG steckt 1,5 bis 2 Mio. Euro in die Entwicklung von Graf Schwerin, die DSK wendet drei bis vier Mio. Euro auf. Bis tatsächlich die Bagger rollen, dürfte das fünfte Ärmchen des Kreisels weiter als Parkplatz dienen.

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