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High-Tech im Röntgenlabor

CASTROP-RAUXEL Seit ein paar Wochen hat Dr. Anton Bertel vom Rochus-Hospital noch ein Diplom mehr. Es bescheinigt ihm den professionellen Umgang mit dem neuen C-Bogen-Gerät im Röntgenlabor.

von Von Gabriele Regener

, 12.02.2008

Für die Patienten besonders wichtig: Das neue, 350 000 Euro teure Gerät reduziert die Strahlenbelastung bei der Untersuchung um bis zu 95 Prozent. Der Fachmann erklärt es so: "Wir haben jetzt die Möglichkeit zur so genannten gepulsten Durchleuchtung. Während bei der kontinuierlichen Durchleuchtung 50 Röntgenimpulse pro Sekunde abgestrahlt werden, können wir mit der neuen Technik auf bis zu zwei Impulse pro Sekunde heruntergehen."

Lokal betäubt zur Kontrolle

Das neue Multifunktionsgerät von Siemens wird im Rochus-Hospital hauptsächlich zur Gefäßkontrolle eingesetzt. Das geschieht unter einer lokalen Betäubung, der Patient bleibt also ansprechbar. So kann Dr. Bertel, falls er zum Beispiel eine Gefäßverengung entdeckt, in Absprache mit dem Patienten sofort eine Gefäßprothese, Stent genannt, einsetzen, damit sich die Stelle nicht verschließt.

Patient bleibt ruhig liegen

Weil sich das C-Bogen-Gerät mühelos per Knopfdruck um den Patienten herum schwenken lässt, kann dieser seine Ruheposition beibehalten. Für Kontrastaufnahmen des Magen-Darm-Traktes etwa wird die Person dann einfach mit der Liege aufgerichtet.

"Live" auf drei Monitoren

Auf drei Monitoren über dem Untersuchungstisch kann der Radiologe die Gefäße bzw. Organe direkt kontrollieren. Und das leistet Dr. Bertel seit der Installation des neuen Gerätes täglich. Nicht nur die Patienten des Rochus-Hospitals kommen in den Genuss der neuen, komfortablen Untersuchungsmethode, auch die des Schwesternkrankenhauses in Dortmund-West, da die Krankenhäuser durch die St. Lukas Gesellschaft verbunden sind. "Zudem sind die Ergebnisse auf den digitalen Speicherfolien ungleich präziser als früher", erläutert Dr. Bertel, der das Katholische Krankenhaus in Dortmund-West mit versorgt. Künftig werden die beiden Häuser noch enger zusammen arbeiten. Noch in diesem Jahr soll die teleradiographische Verbindung stehen, die es ermöglicht, Röntgenaufnahmen über eine Telefonverbindung direkt zu beurteilen.

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