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Kopfnoten: Kaum Beschwerden

CASTROP-RAUXEL Im Vorfeld wurden sie heftig diskutiert, im Nachgang sind sie kaum ein Thema: die sechs Kopfnoten, die erstmals auf den Halbjahrszeugnissen auftauchten. Die Mehrheit der Schüler und Eltern akzeptiert die ersten Kopfnoten. Die Schulen zogen Bilanz. Zu welchen Erkenntnissen sie kamen, lesen Sie hier.

von Von Julia Grunschel

, 07.02.2008

Während an einem Recklinghäuser Gymnasium die Hälfte der Abiturienten ein von der Landesschülervertretung entworfenes Papier nutzt, um Beschwerde einzulegen, geht es im Stadtgebiet eher ruhig zu.

Mit gerade einmal zwei Beschwerden führt die Fridtjof-Nansen-Realschule die Liste an. "Ein Einspruch davon war nicht begründet, deswegen haben wir ihn nicht bearbeitet", erklärt Schulleiter Günter Lindner. Die zweite Beschwerde richtete sich gegen zwei Noten. Eine davon wurde geändert. "Wenn man bedenkt, dass wir gut 4500 Kopfnoten verteilt haben, ist das ein guter Schnitt. Wir haben uns bei der Vergabe Mühe gegeben und die volle Bandbreite der Noten ausgeschöpft. Bei uns gab es nicht nur 'gut' und 'befriedigend', verdeutlicht Lindner.Beschwerde an der Willy-Brandt-Gesamtschule

Eine Beschwerde erreichte Gudrun Höhle, Schulleiterin der Willy-Brandt-Gesamtschule. "Am Dienstag ist deswegen eine Konferenz zusammengetreten. Das Ergebnis kenne ich noch nicht. Ich gehe aber davon aus, dass nicht anders entschieden wurde. Die Noten wurden gewissenhaft verteilt", berichtet Gudrun Höhle, die an einer anderen Konferenz teilnehmen musste.

Post bekam auch die Janusz-Korczak-Gesamtschule. "Allerdings war das kein Einspruch, sondern nur ein Schreiben eines Elternteils, das besagt: 'Wir sind allgemein gegen Kopfnoten'", fasst Hermann Böcker, didaktischer Leiter, zusammen.

Keine Einsprüche erreichten Wilfried Middeke am Adalbert-Stifter-Gymnasium und Dr. Ronald Jankovics am Ernst-Barlach-Gymnasium. "Bei uns gab es nur Rückfragen im einstelligen Bereich", schätzt Jankovics. Ähnlich auch die Situation an der Franz-Hillebrand-Hauptschule. "Bei uns wurde alles angenommen und akzeptiert", so Rektor Peter Braukmann."Wir hatten keine Rückmeldungen"

Gleich ist der Tenor an der Johannes-Rau-Realschule. "Wir hatten keine Rückmeldungen. Die Ängste, die geschürt wurden, sind weitestgehend unbegründet", zieht Schulleiter Jörg Girrulat sein Fazit. Er geht davon aus, dass sich die Erprobung der Kopfnoten zum Quartal bewährt hat, denn so hatten die Schüler Zeit, sich zu verbessern.

Für die Zukunft wünscht sich Jörg Girrulat aber eine Reduzierung der sechs Kopfnoten auf zwei oder drei. "Eine Note für das Sozial- und eine für das Arbeitsverhalten reichen aus. Streichen würde ich die Note zum Konfliktverhalten - das ist am schwierigsten zu beurteilen."

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