Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Landschaftsschutzgebiete: Stopp dem Flächenfraß

CASTROP-RAUXEL " Schluss mit dem Flächenfraß!", sagen die Grünen. Mit der SPD hoffen sie, eine Ausweitung der Landschaftsschutzgebiete vorantreiben zu können. Ein erster gemeinsamer Antrag liegt jedenfalls vor: die Grünen wollen mit der SPD eine Ausweitung der Landschaftsschutzgebiete erreichen.

von Von Peter Wulle

, 14.02.2008

Nach der Errichtung des Suchttherapiezentrums Ruhr sollen am Grutholz die Bauaktivitäten eingestellt werden. Die restliche Fläche zwischen dem Evangelischen Krankenhaus und dem Wald soll dauerhaft unter Landschaftsschutz gestellt werden. Bisher handelt es sich dort um ein temporäres Landschaftsschutzgebiet, in dem die Stadt das Recht auf Bebauung hat.Lebensraum für viele Vogelarten eingeschränkt

"Durch den Bau des Suchttherapiezentrums wird insbesondere der Bereich des Waldsaumes in seiner Funktion als Übergang zwischen Nistgebiet und Jagdfläche für diverse Vogel- und Fledermausarten stark eingeschränkt.

Der Umweltbericht stellt fest, dass dieser Neubau nur tolerierbar ist, wenn die angrenzenden Freiflächen unbebaut bleiben und sie so als Ersatzlebensraum für die oben genannten Tiere fungieren können", heißt es in dem Antrag von SPD und Grünen.

Weber: Landschaftsschutz muss Vorrang haben

"Wir fangen jetzt an, die Entwicklung umzudrehen. In Zukunft muss einem Landschaftsschutz eindeutig Vorrang gegenüber der Ausweisung neuer Bauflächen gegeben werden", sagt Umweltausschussvorsitzender Udo Weber.

Die Größe der Fläche am Evangelischen Krankenhaus entspricht, so Weber, ungefähr den Flächen, die in Frohlinde durch das Hospiz, am Grutholz durch das Suchttherapiezentrum und in Obercastrop durch die Wohnsiedlung am Scheitensberg bebaut werden. "Künftig aber werden wir nicht mehr in die Außenbereiche gehen", so Weber.

Grüne tragen alle Bauprojekte mit

Mit einer Beruhigung des schlechten Gewissens, betont der Grünen-Politiker auf eine entsprechende Frage, habe die Landschaftsschutz-Offensive nichts zu tun. Wie berichtet, werden alle drei oben genannten Bauprojekte von den Grünen mitgetragen.

"Für alle drei Projekte", erklärt Weber, "waren die Vorentscheidungen schon vor 2004, als CDU und FWI die Mehrheit hatten, gefallen. Stadtentwicklung geht eben über mehr als fünf Jahre. Deshalb ist es wichtig, jetzt das Ruder rum zu reißen - auch wenn wir uns im Klaren sind, dass wir nicht mehr allzuviele Landschaftsschutzgebiete haben."

Lesen Sie jetzt