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Lausige Stunde an der Funkestraße

Keine Lösung für Schädlingsproblem

24.05.2007

Schwerin Eine lausige Stunde debattierten Bürgerausschuss und Siedlergemeinschaft Alt Schwerin Dienstagabend vor Ort an der Funkestraße über den Übeltäter «wollige Napfschildlaus». Unterm Strich rumgekommen ist dabei nichts. Höchstens Frust bei den Siedlern, die unterstellte gemeinsame Lösung gibt es offenbar nicht. Siedler-Chef Peter Biletzke warnte davor, das Problem mit dem Schädling allein auf die verklebten Autos und die Funkestraße zu reduzieren. «Wer kommt eigentlich für die Schäden an unseren Fassaden und den Rolladenkästen auf?», fragte auch Vorstandsmitglied Olaf Kallenbach. Diese Schäden wie auch die ständige Fensterputzerei hält Udo Weber (Grüne) für zumutbar. Der Umweltausschussvorsitzende, beim heftigen Disput dabei, verwies auf den klassischen Konflikt zwischen Einzelinteressen und dem ökologischen Nutzen der Ahornbäume. Michael Buss (CDU) trauerte dem verpassten «Vorzeigeobjekt» nach. Bekanntlich hatte die Siedlergemeinschaft angeboten, die Bäume auf eigene Kosten beseitigen und neue anpflanzen zu lassen. Womit der Bürgerausschuss ja zunächst auch einverstanden war, bevor der Umweltausschuss ein Veto einlegte und die völlig verunglückte Spritzaktion mit einem Bienen-Gift erfolgte. Auch für Norbert Weißenberg, Chef des Bereichs Stadtgrün, kommt aus ökologischen Gründen ein Austausch nicht infrage. Anders sähe es aus, wenn zum Beispiel Allergien bei Anwohnern vorlägen. Und war früher von einem Kostenbetrag von 400 Euro pro Baum die Rede, rechnete Weißenberg jetzt mindestens 1000 vor. Biletzke: «Unsere Siedler machen das nicht mehr mit, die kommen sich veralbert vor.» Und selbst, wenn die Alt Schweriner 1000 Euro locker machen könnten, stünde am Ende nicht fest, wie der Umweltausschuss votiert. TBG Heiko Dobrindt betonte, Verwaltung und Politik trügen die Verantwortung für die Gesamtstadt und fragte: «Was ist mit den Bürgern, die das Geld nicht haben?». Achim Gärtner (CDU) sagte ganz lapidar: «Dieser Termin heute ist Tinneff.» abi

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